| Hörspiele |
Raymond Chandler: Ich werde warten (I’ll be Waiting) (SWF 1969)
Um drei Uhr morgens schaltete Carl der Hausdiener, die letzte der drei Tischlampen in der Haupthalle des Windermere Hotel ab... Tony Ressek gähnte, er legte den Kopf auf die Seite und lauschte der schwachen zwitschernd zittrigen Musik aus dem Radioraum jenseits eines dämmrigen Bogendurchgangs am anderen Ende der Halle, er runzelte die Stirn, nach eins in der Frühe sollte das eigentlich sein Radiozimmer sein, niemand sollte sich darin aufhalten, das rothaarige Mädchen da verdarb ihm seine Nächte, das Stirnrunzeln schwand und die Miniatur eines Lächelns schnörkelte sich um seine Lippenwinkel, er saß entspannt, ein kleiner, blaßer, korpulenter, mittelältlicher Mann mit langen zarten Fingern, die sich über den Elchzahn an seiner
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12.07.2026, 18:53 Uhr |
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Raymond Chandler: Ich werde warten (I’ll be Waiting) (SWF 1969)
Um drei Uhr morgens schaltete Carl der Hausdiener, die letzte der drei Tischlampen in der Haupthalle des Windermere Hotel ab... Tony Ressek gähnte, er legte den Kopf auf die Seite und lauschte der schwachen zwitschernd zittrigen Musik aus dem Radioraum jenseits eines dämmrigen Bogendurchgangs am anderen Ende der Halle, er runzelte die Stirn, nach eins in der Frühe sollte das eigentlich sein Radiozimmer sein, niemand sollte sich darin aufhalten, das rothaarige Mädchen da verdarb ihm seine Nächte, das Stirnrunzeln schwand und die Miniatur eines Lächelns schnörkelte sich um seine Lippenwinkel, er saß entspannt, ein kleiner, blaßer, korpulenter, mittelältlicher Mann mit langen zarten Fingern, die sich über den Elchzahn an seiner
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Raymond Chandler: Ärger mit Perlen (Pearls Are A Nuisance) (BR 1964) (SWF 1969) (ORF 1979)
Es ist durchaus richtig, daß ich an diesem Morgen nichts anderes tat als auf ein leeres Blatt in meiner Schreibmaschine zu starren, es ist auch durchaus richtig, daß ich an keinem Morgen sonderlich viel zu tun habe, aber das ist noch lange kein Grund für mich auf das Perlencollier der alten Mrs Penruddocks abzumachen, bin ich Polizist, als Ellen Macintosh mich anrief, sah die Sache natürlich schon anders aus. Wie geht es dir, Liebling, hast du viel zu tun. Ja und nein, vorwiegend nein, mir geht es sehr gut, was gibt es jetzt schon wieder. Ich glaube du liebst mich doch nicht Walter, außerdem brauchst du eine Beschäftigung, jemand hat Mrs Penruddocks Perlen gestohlen und ich möchte, daß du sie wiederbeschaffst. Sie glauben daß sie mit
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Raymond Chandler: Ärger mit Perlen (Pearls Are A Nuisance) (BR 1964) (SWF 1969) (ORF 1979)
Es ist durchaus richtig, daß ich an diesem Morgen nichts anderes tat als auf ein leeres Blatt in meiner Schreibmaschine zu starren, es ist auch durchaus richtig, daß ich an keinem Morgen sonderlich viel zu tun habe, aber das ist noch lange kein Grund für mich auf das Perlencollier der alten Mrs Penruddocks abzumachen, bin ich Polizist, als Ellen Macintosh mich anrief, sah die Sache natürlich schon anders aus. Wie geht es dir, Liebling, hast du viel zu tun. Ja und nein, vorwiegend nein, mir geht es sehr gut, was gibt es jetzt schon wieder. Ich glaube du liebst mich doch nicht Walter, außerdem brauchst du eine Beschäftigung, jemand hat Mrs Penruddocks Perlen gestohlen und ich möchte, daß du sie wiederbeschaffst. Sie glauben daß sie mit
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Raymond Chandler: Heißer Wind (Blutiger Wind) (Red Wind) (BR 1966) (SWF/WDR 1970) (NDR 1984)
Es war ein unerquicklicher Abend, der Wüstenwind fegte durch Los Angeles, einer jener heißen trockenen Santa Anas, die durch die Gebirgspässe der Sierra Nevada herunter stürmen, einem das Haar kräuseln, an den Nerven zerren, und auf der Haut jucken, an Abenden wie diesem artet die friedlichste Bierrunde gern in eine wilde Schlägerei aus, ich saß in der Kneipe im Haus gegenüber, der junge Mann hinter der Theke sah aus, als ob er noch nie in seinem Leben einen Schluck zuviel getrunken habe. Ihr Bier bitte. Danke. Hoffentlich ist es zu ihrer Zufriedenheit eingeschenkt. Ganz famos sogar, sie haben das Lokal erst vor kurzem eröffnet, nicht wahr. Vor knapp zwei Wochen, sie waren doch schon einmal hier, nicht. Ja stimmt. Wohnen sie etwa in der Gegend
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12.07.2026, 18:52 Uhr |
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Raymond Chandler: Heißer Wind (Blutiger Wind) (Red Wind) (BR 1966) (SWF/WDR 1970) (NDR 1984)
Es war ein unerquicklicher Abend, der Wüstenwind fegte durch Los Angeles, einer jener heißen trockenen Santa Anas, die durch die Gebirgspässe der Sierra Nevada herunter stürmen, einem das Haar kräuseln, an den Nerven zerren, und auf der Haut jucken, an Abenden wie diesem artet die friedlichste Bierrunde gern in eine wilde Schlägerei aus, ich saß in der Kneipe im Haus gegenüber, der junge Mann hinter der Theke sah aus, als ob er noch nie in seinem Leben einen Schluck zuviel getrunken habe. Ihr Bier bitte. Danke. Hoffentlich ist es zu ihrer Zufriedenheit eingeschenkt. Ganz famos sogar, sie haben das Lokal erst vor kurzem eröffnet, nicht wahr. Vor knapp zwei Wochen, sie waren doch schon einmal hier, nicht. Ja stimmt. Wohnen sie etwa in der Gegend
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12.07.2026, 18:52 Uhr |
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Dashiell Hammett: Das Haus in der Turk Street (The House in Turk Street) (WDR 1974) (ORF 1975)
Mein Name ist Tracy, dh es ist einer von vielen Namen die ich mir zugelegt habe im Lauf der Jahre, ich gehöre zu den Leuten die am liebsten incognito reisen der not gehorchend, wenn sie wissen was ich meine, ich könnte auch sagen es gehört ganz einfach zu meinem Beruf unter falscher Flagge zu segeln, also ich nannte mich Tracy an dem Tag, von dem hier die Rede ist und ich war hinter einem jungen Mann her in San Francisco, er war seinen Eltern davon gelaufen, sein Vater war Bürgermeister in Tacoma, einem kleinen Nest in Colorado, ich sollte den verlorenen Sohn aufstöbern und zur Heimkehr bewegen, möglichst diskret, keine sehr dankbare Aufgabe für einen Detektiv, aber es lag gerade nichts anders vor, der junge Mann sollte in der
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Dashiell Hammett: Tod in der Pine Street (Death on Pine Street) (SWF 1974)
Guten Tag. Ja bitte. Ich bin bestellt. Wen darf ich bitte melden. Sagen sie Mrs Gilmore der Mann von der Continental. Ach sie sind das, Mrs Gilmore erwartet sie schon, kommen sie bitte. Kristall unter der Decke, wer hat bloß die Tapeten ausgesucht, einen Hintern hat das Mädchen. Mrs Gilmore. Sie sind von der Continental Detektivagentur. Ja. Sie müssen den Mörder meines Mannes finden, die Polizei hat nichts getan, vier Tage und sie haben noch nichts getan, sie sagen es ist ein Räuber gewesen, aber sie haben ihn noch nicht, sie haben überhaupt noch nichts. Mrs Gilmore, sie müssen verstehen. Ich weiß, ich weiß, aber sie haben nichts getan, sag ich ihnen, nichts, ich glaube die haben es gar nicht mal versucht, ich glaube sie wollen die, den Mörder
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Dashiell Hammett: Hokuspokus, Katz und Maus (The Main Death) (WDR 1976)
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Dashiell Hammett: Das Mädchen mit den Silberaugen (The Girl with the Silver Eyes) (WDR 1983)
Oh verdammt, nicht mal am Sonntag kann man ausschlafen, hallo hier ist die Continental. Nein die Continental die ist hier, mein lieber Tracy. Oje. Mir scheint sie sind noch nicht ganz wach. Sie sind es Mr Allen, wo brennts denn mitten in der Nacht. Na hören sie mal, es ist 9 Uhr, ich ahnte nicht, daß sie um diese Zeit noch schlafen. Am Sonntag schlaf ich bis in die Puppen, da hol ich alles nach was sie mir in der Woche nicht gönnen. Tut mir leid, aber heute sind sie eingeteilt für den Bereitschaftsdienst mein lieber. Schon gut ich bin ganz Ohr, was gibts denn. Ja ich wollte sie bitten, einen Mann aufzusuchen, der vor ein paar Minuten bei mir angerufen hat, eine Vermißtenanzeige oder so was ähnliches, wenn ich ihn richtig verstanden habe
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Dashiell Hammett: Albert Pastor kommt nach Hause (Albert Pastor at Home) (SDR 1990) (in: Amerik.Gesch.)
Wie gehts kleiner. Ich stehe auf um ihm die Hand zu geben. Na wie gehts Lefty, alles ok, alles ok. Ich sehe er hat ein Veilchen, ein blaues Auge, eine Woche alt und etwas neue Haut wächst neben seinem Kinn, ich bin zu höflich um auf so was zu starren und lenke ab. Na wie hast du deine alte Heimatstadt gefunden. Ich hab einfach hinter dem Eisenbahndepot nachgesehen und da war sie, sag mal kleiner, hast du was in der Schublade, Scotch, ah, ist kein guter Scotch. Lefty sagt daß weil er nicht möchte, daß jemand denkt, er könnte mit dem Stoff der in diesem Land herstellt wurde reingelegt werden, aber er trinkt ihn so daß die Gefühle des Menschen der ihn wo auch immer zusammengebraut haben mag, würde er Lefty dabei beobachten, nicht verletzt würden
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Dashiell Hammett: Der Richter lachte zuletzt (The Judge Laughed Last) (SDR 1990)
Der Kummer mit diesem Land ist, explodierte unerwartet der alte Covey und unterstrich seine Worte, indem er mit seinem schwieligen Zeigefinger wiederholt auf die Zeitung pochte, die er eben gelesen hatte, daß die Gerichte es im Würgegriff haben, Gesetz, es gibt kein Gesetz, es gibt Gerichte und Richter, und was man das Gesetz nennt, ist eine Waffe, die sie benutzen, um den menschlichen Unternehmungsgeist abzuwürgen, der Selbständigkeit und dem Fortschritt den Mut zu nehmen. Der Teil der Morgenzeitung, gegen den sich der Angriff des alten Mannes richtete, wie ich mit Mühe sah, enthielt den Bericht über eine Entscheidung des obersten Gerichtshofes im Zusammenhang mit irgendwelchen Gewerkschaftsproblemen im Westen
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Dashiell Hammett: Nachtschatten (Night Shade) (SDR 1990) (in: Amerik.Gesch.)
Ein brandneuer Buick Baujahr 1933 stand mit ausgeschalteten Scheinwerfern am Straßenrand gleich oberhalb der Piney-Falls-Brücke, als ich daran vorbeifuhr, streckte ein Mädchen den Kopf heraus, gestikulierte, ich trat auf die Bremse, dann setzte ich zurück. Bitte, bitte. Ihre Stimme war drängend, aber es lag nicht genügend Aufgeregtheit darin um sie scharf oder schrill klingen zu lassen, inzwischen war ein Mann aus der Limousine gestiegen, es war gerade so hell, daß ich sehen konnte, daß er jung und ziemlich groß war, er bewegte eine Hand in die Richtung in die ich gefahren war. Fahr weiter Kumpel. Würden sie mich bitte in die Stadt fahren. Natürlich. Hau ab. Ich stieg aus meinem Wagen, der Mann auf der Straße war schon losgestürzt als
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Dashiell Hammett: Wer erschoß Bob Teal? (Who killed Bob Teal?) (NDR 1990)
Continental Detective Agency San Francisco, er ist jetzt nicht zu sprechen, versuchen sie es morgen bye. Ist der Alte da. Hm geh rein. Bob Teal ist gestern abend erschossen worden, du mein lieber warst für die Ausbildung verantwortlich und ich will verdammt noch mal wissen wieso er sich von einer 32er das Herz hat perforieren lassen ohne sich zu wehren. Wo. Direkt hinter dem schönen Schein hinter einer Wand von meterhohen Reklametafeln auf einem leeren Grundstück Ecke Hydestreet Eddystreet mitten im dicksten Schlamm, am späten Abend, Zeugen bisher keine, Spuren keine, der gottverdammte Regen hat sie in Dreck aufgelöst, nur die 32er, er war dein Freund oder nicht. 32er. Wurde in der Nähe gefunden, das Schwein muß ihn direkt in den
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Dashiell Hammett: Glitschige Finger (Slippery Fingers) (SDR 1990) (in: Amerik.Gesch.)
Sie sind natürlich bereits vertraut mit den Einzelheiten des Todes meines Vaters. Die Zeitungen sind voll davon und das schon seit 3 Tagen und ich habe sie gelesen, aber ich möchte die Geschichte nochmal aus erster Hand hören. Es gibt nicht sehr viel zu erzählen. Frederick Grover war ein kleiner schlanker Mann von etwas unter 30 und gekleidet wie ein Model aus Vanity Fair, seine fast mädchenhaften Gesichtszüge taten nichts um ihn eindrucksvoller erscheinen zu lassen aber nach wenigen Minuten vergaß ich diese Dinge allmählich, er war kein Gimpel, ich wußte, daß er bei denen in der Stadt als scharfsinniger Bursche galt, er war dabei mit atemberaubender Geschwindigkeit ein lebhaftes Aktien- und Wertpapierunternehmen aufzubauen
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Dashiell Hammett: Einmal New York und nicht zurück (The Black Hat That Wasnt There) (NDR/SDR 1991)
Bitte einen Kaffee. Für mich ein Whisky wenns geht. Ein Whisky für Mr. Thin. Sofort. Ja ich glaub nicht, daß wir so weiterkommen Mr Zumwalt, ich soll ihren Kompanion suchen ok mit sowas verdien ich mein Geld, aber warum kommen sie erst jetzt damit zu mir, zwei Wochen nach seinem Verschwunden, wenn ich diesen Fall übernehmen soll, muß ich die ganze Geschichte kennen. Wahrscheinlich haben sie recht, nur bitte zu niemand ein Wort. Ich bin Privatdetektiv, Verschwiegenheit gehört zu meinem job, also. Vor etwa 2 Monaten übergab uns ein Klient, ein Mr Gorham Papiere im Wert von 100.000 Dollar, er mußte für längere Zeit geschäftlich in den Orient, er wollte, daß wir die Papiere bei günstiger Geschäftslage für ihn verkaufen, gestern
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Dashiell Hammett: Rondino mit Leichen (The Assistant Murderer) (NDR/SDR 1991)
Na Polly gleich ist es soweit. Gehst du sofort zu Rudi oder hast du vorher noch was anderes vor. Scheiße ihr könnt mich mal. Sag den Kerlen nen schönen Gruß, wir kommen auch bald raus, holt dich dein Süßer ab oder mußt du wieder solo trampen, warum sollte ausgerechnet heute hier aufkreuzen, hat 300 Jahre nichts von sich hören lassen. Vince schickt mir jede Woche einen Brief und einmal im Monat kommt er selbst vorbei. Hört euch doch bloß diesen Gefühlquatsch an, er könnte dir sonst was erzählen und hat sich längst eine andere Braut angelacht. Du Dreckschlampe du ich. Ja ok Lissy, reg dich ab, Mensch Polly was ist los mit dir. Was soll denn schon los sein, die Alte geht mir auf den Senkel mit ihrem Liebesgeflüster. Polly Banks. Hey Mann
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Dashiell Hammett: Zwei scharfe Messer (Two Sharp Knives) (SDR 1993)
Der 2 Uhr 11 war eingefahren, der die Stadt ins Bett bringt, wie wir zu sagen pflegen und kaum war der Bursche aus dem Raucherabteil gestiegen, erkannte ich ihn auch schon, sein Gesicht, die blassen Augen mit ihren Unterlidern, die so gerade waren, als seien sie mit dem Lineal gezogen, die auffallend stumpfe knöcherne Nase, die tiefe Spalte in seinem Kinn, die leicht eingefallenen grau getönten Wangen, all das war nicht zu verwechseln. Verzeihung Sir haben sie bitte Feuer. Der Mann war groß und schlank und sehr geschmackvoll in einen dunklen Anzug und einen langen dunklen Überzieher gekleidet, er trug eine Melone und hatte ein kleines schwarzes Köfferchen in der Hand, er sah einige Jahre älter aus als die 40 die er angeblich war
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Dashiell Hammett: Mord & Co. (Death & Co) (SDR 1994) (in: Mord&Co 3 Kriminalfälle)
Die Continental Detective Agency ist die größte Agentur der Westküste, der Alte, ich meine der Chef hatte die Angewohnheit jeden Fall persönlich an einen seiner Mitarbeiter zu übergeben. Ja. Er rief mich zu sich und grummelte etwas unverständliches, das war jetzt mein Fall. Martin Chappell. Douglas Ford, guten Tag. Chappell war um die 45 von kräftigem Körperbau und dunkler Haarfarbe aber zittrig und vor Kummer, Sorge oder Angst völlig am ende. Hier sehen sie diesen Brief habe ich heute in der Post gefunden, der Brief war mit Tinte und in plumpen durchweg großen Druckbuchstaben geschrieben, Herr Martin Chappell, geehrter Herr, wenn sie ihre Frau jemals lebend wiedersehen wollen, tun sie was ihnen gesagt wird, nämlich sie begeben sich
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Dashiell Hammett: Der Mann, der im Weg stand (The Man Who Stood in the Way) (SDR 1994) (in: Mord&Co 3 Kriminalfälle)
Ah Inch, schön daß du gekommen bist, komm setz dich. Der geräumige Ledersessel, in dem der Senator saß, schien für ihn kaum auszureichen, Schultern und Arme ragten über die Seiten und schienen über sie hinwegfließen zu wollen, ah Zigarre, Whisky, als er in die Bibliothek durchschritt, um für seinen Gast Whisky und Zigarren zu holen, schienen Wände und Decken des riesigen Raumes jäh zu schrumpfen und der gebohnerte Fußboden drohte jeden Augenblick unter dem Schritt seiner schweren Füße zu knarren, obwohl er viel zu vornehm war, um wirklich jemals zu knarren, der verlassene Sessel klaffte weit und schien als die große gepolsterte Höhle die er im Grunde war, seine ganze Würde zu verlieren sobald der Senator sich wieder hineinsinken
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Dashiell Hammett: Der Scherz mit Eloise Morey (The joke on Eloise Morey) (SDR 1994) (in: Mord&Co 3 Kriminalfälle)
Aber Herrgott Eloise ich liebe dich. Aber Herrgottnochmal Dudley ich hasse dich. Die kalte Bösartigkeit, mit der sie ihn nachäffte brachte ein Zittern auf seine Lippen, genau wie sie es vorausgesehen hatte, und alles Blut wich aus seinem gequälten Gesicht, diese vertrauten Anzeichen von Schmerz brachten sie ebenso in Wut wie sie sich diesmal freute, ihre grauen Augen fixierten ihn, sie hatte ein hübsches egoistisches Gesicht. Was bist du eigentlich, du bist kein Mann, bist ein Kind, ein Insekt oder was, du weißt daß ich es dich nicht nötig habe, du wirst nie auch nur irgendetwas sein, das habe ich dir schon tausendmal gesagt oder, und trotzdem willst du mir meine Freiheit nicht geben, ich wünschte, ich hätte dich nie gesehen
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Dashiell Hammett: Alptraumstadt (Nightmare Town) (SDR 1995)
Ah. Äh ich bitte um entschuldigung Miss, wenn ich nicht aufgepaßt hätte, hätte ich sie glaub ich fast überfahren, ist unzuverlässig der dieser Wagen, hab mir von nem Ingenieur geborgt, borgen sie sich nie von nem Ingenieur, sind unzuverlässig. Sie sind ja vollkommen betrunken. Sieh dir diesen tollen Hecht an, ich glaube wir werden mal einen kleinen Spaziergang machen. Mein Gott sind sie groß, wir sollten mal ringen, wette 10 Dollar gegen 15 daß ich sie auf die Matte krieg, na los. Du kommst jetzt erstmal in Knast Freundchen, morgen sehen wir weiter. Ja. Ich bins. Also Marshall wieviel hat er bei sich. 165 Dollar und 80 Cent. Sagen Sie Ormsby bescheid, bis morgen. Ausgeschlafen, Lust auf Frühstück. Für ne Kanne schwarzen Kaffee würde ich
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Dashiell Hammett: Urlaub (Holiday) (HR/NDR/SWF 1997)
Hmh, Sir, Sir ich, Hetherwick Paul Sir. Du lebst noch. Bitte Sir. Lebst du noch. Ich ja Sir. Na, sollte der Adressat zwischenzeitlich verstorben sein so ist der beiliegende Scheck unverzüglich an den staatlichen Gesundheitsdienst zurückzusenden, aha, also. Ich lebe noch ja Sir. Kriegsveteran, ihr solltet euch nicht in Armeehospitäler herumtreiben und dafür auch noch Geld bekommen. Nein Sir. Unterschreib, 80 Dollar fürs nichtstun. Ja Sir... Ausatmen, einatmen, tief einatmen. Sir. Oh ausatmen, nicht gerade stumm. Sir. Husten oh, ganz und gar nicht stumm. Doctor, Sir. Anziehen. Doktor, Sir, ich würde heute gern nach Diego runterfahren. Warst du diese Woche schon draußen. Nein Sir, Sir. Gut, gut. Hiermit wird Hetherwick Paul die Abwesenheit
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Dashiell Hammett: Der Malteser Falke (SWF/HR/NDR 1996)
Spade&Archer. Ja mein Schatz. Draußen ist ein Mädchen, das möchte sie sprechen, Wonderly heißt sie. Eine Kundin. Sieht so aus, sie werden sie sehen wollen, die reißt sie vom Stuhl. Immer herein mit ihr mein Engel immer herein... Was kann ich für sie tun Miss Wonderly. Könnten Sie ich ich dachte, ich, das heißt ich. Wie wärs wenn sie alles von Anfang an erzählen. Das war in New York. Ja. Ich weiß nicht wo sie ihn kennengelernt hat, ich mein ich weiß nicht wo in New York, sie ist 5 Jahre jünger als ich und wir haben nicht die selben Freunde, ich glaub wir haben uns nie so nahegestanden wie Schwestern das eigentlich sollten, Mama und Papa sind in Europa, es bringt sie um, ich muß sie zurückholen ehe sie nach Hause kommen, sie kommen am 1. Dann haben wir
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Dashiell Hammett: Der gläserne Schlüssel (SWF/HR 1996)
Herein. Ah da bist du ja Ned, pump mir ein bißchen Geld Paul. Was willst du haben. 200. Würfel. Danke ja. Ziemlich lange her daß du was gewonnen hast stimmts. Nicht unbedingt, so ein Monat oder 6 Wochen. Für eine Pechsträhne ist das ganz schön lange. Bei mir nicht, geht hoch her heute abend, was. Kleine Fische, darf ich mal, hallo Bernie hier ist Ned, wie hoch liegt Peggy OToole, ist das alles, na schön dann geben sie mir 500 von jedem, aber sicher ich wette wir kriegen Regen und wenn das hinhaut, schlägt sie ihn Senator, also gut dann machen sie mir einen besseren Preis, in Ordnung. Warum versuchst du es nicht mal mit einer kleinen Pause wenn du eine von deinen Pechsträhnen erwischst hast. Hat keinen Zweck, ziehts bloß in die Länge
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Dashiell Hammett: Rote Ernte (SWF/HR 1997)
Der erste, von dem ichs hörte, war ein rothaariger Strolch namens Hikey Dewey im Großen Schiff in Butte gewesen, bei dem hieß Personville stur immer nur Poisonville, da er aber statt Fusel auch Fussel sagte, habe ich nicht weiter darüber nachgedacht, was er dem Namen der Stadt angetan hatte, später fiel mir bei anderen, die es nicht so eilig mit ihren Silben hatten, die gleiche Aussprache auf, ich sah immer noch nichts weiter darin als jene umwerfende Art von Humor, die aus einem Professor einen Brotfresser macht, erst ein paar Jahre später, als ich selbst nach Peaceville kam, ging mir ein Licht auf, vom Bahnhof aus rief ich beim Herald an, verlangte Donald Willsson und meldete mich zur Stelle. Kommen Sie doch heut abend um zehn raus zu mir
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Dashiell Hammett: Der dünne Mann (SWF/HR 1997)
Ich lehnte am Tresen eines Speakeasy an der 52.Street und wartete darauf daß Nora ihre Weihnachtseinkäufe beendete. Sie sind doch Nick Charles der Detektiv. Ja. Ich bin Dorothy Wynant, sie kennen mich nicht mehr aber an meinen Vater Clyde Wynant müssen sie sich noch erinnern. Ja ja natürlich wie gehts ihrem Vater. Mama hat sich von ihm scheiden lassen, wir hören nie von ihm. Sie war zierlich und blond und ob man ihr Gesicht betrachtet oder ihre Gestalt in dem rauchblauen Sportkostüm, das Ergebnis war gleichermaßen zufriedenstellend. Sehen sie ihn denn überhaupt nicht. Nein ich lebe in San Francisco, mein Glas ist leer, wollen sie was trinken. Scotch mit Soda. Äh Scotch mit Soda. Ich möchte ihn sehen, Mama würde Stunk machen wenn sie es
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Dashiell Hammett: Der Fluch des Hauses Dain (SWF/HR 1998)
Tatsächlich ein Diamant, zwei Schritte vor mir im Gras, dann wollen wir mal, ist Mr Leggett zu Hause. Ja, sie möchten ihn sprechen. Ja. Sie sind auch wieder ein Detektiv, stimmts. Stimmt. Kommen Sie rein... Es tut mir leid daß ich sie habe warten lassen, aber ich konnte nicht eher abbrechen, haben sie etwas in Erfahrung gebracht. Noch nicht, ich bin nicht von der Polizei, von der Continental Agency und ich fange gerade erst an. Kein Polizist. Versicherungs-gesellschaft. Ja, wußten sie nicht daß. Natürlich sie müssen ja versichert gewesen sein, ich hatte nicht daran gedacht, die Diamanten haben nicht mir gehört sondern Halstead. Halstead & Beauchamp, Einzelheiten habe ich von der Versicherungsgesellschaft nicht bekommen, sie hatten die
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12.07.2026, 18:49 Uhr |
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Dashiell Hammett: Das Haus in der Turk Street (The House in Turk Street) (WDR 1974) (ORF 1975)
Mein Name ist Tracy, dh es ist einer von vielen Namen die ich mir zugelegt habe im Lauf der Jahre, ich gehöre zu den Leuten die am liebsten incognito reisen der not gehorchend, wenn sie wissen was ich meine, ich könnte auch sagen es gehört ganz einfach zu meinem Beruf unter falscher Flagge zu segeln, also ich nannte mich Tracy an dem Tag, von dem hier die Rede ist und ich war hinter einem jungen Mann her in San Francisco, er war seinen Eltern davon gelaufen, sein Vater war Bürgermeister in Tacoma, einem kleinen Nest in Colorado, ich sollte den verlorenen Sohn aufstöbern und zur Heimkehr bewegen, möglichst diskret, keine sehr dankbare Aufgabe für einen Detektiv, aber es lag gerade nichts anders vor, der junge Mann sollte in der
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Dashiell Hammett: Tod in der Pine Street (Death on Pine Street) (SWF 1974)
Guten Tag. Ja bitte. Ich bin bestellt. Wen darf ich bitte melden. Sagen sie Mrs Gilmore der Mann von der Continental. Ach sie sind das, Mrs Gilmore erwartet sie schon, kommen sie bitte. Kristall unter der Decke, wer hat bloß die Tapeten ausgesucht, einen Hintern hat das Mädchen. Mrs Gilmore. Sie sind von der Continental Detektivagentur. Ja. Sie müssen den Mörder meines Mannes finden, die Polizei hat nichts getan, vier Tage und sie haben noch nichts getan, sie sagen es ist ein Räuber gewesen, aber sie haben ihn noch nicht, sie haben überhaupt noch nichts. Mrs Gilmore, sie müssen verstehen. Ich weiß, ich weiß, aber sie haben nichts getan, sag ich ihnen, nichts, ich glaube die haben es gar nicht mal versucht, ich glaube sie wollen die, den Mörder
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Dashiell Hammett: Hokuspokus, Katz und Maus (The Main Death) (WDR 1976)
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Dashiell Hammett: Das Mädchen mit den Silberaugen (The Girl with the Silver Eyes) (WDR 1983)
Oh verdammt, nicht mal am Sonntag kann man ausschlafen, hallo hier ist die Continental. Nein die Continental die ist hier, mein lieber Tracy. Oje. Mir scheint sie sind noch nicht ganz wach. Sie sind es Mr Allen, wo brennts denn mitten in der Nacht. Na hören sie mal, es ist 9 Uhr, ich ahnte nicht, daß sie um diese Zeit noch schlafen. Am Sonntag schlaf ich bis in die Puppen, da hol ich alles nach was sie mir in der Woche nicht gönnen. Tut mir leid, aber heute sind sie eingeteilt für den Bereitschaftsdienst mein lieber. Schon gut ich bin ganz Ohr, was gibts denn. Ja ich wollte sie bitten, einen Mann aufzusuchen, der vor ein paar Minuten bei mir angerufen hat, eine Vermißtenanzeige oder so was ähnliches, wenn ich ihn richtig verstanden habe
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Dashiell Hammett: Albert Pastor kommt nach Hause (Albert Pastor at Home) (SDR 1990) (in: Amerik.Gesch.)
Wie gehts kleiner. Ich stehe auf um ihm die Hand zu geben. Na wie gehts Lefty, alles ok, alles ok. Ich sehe er hat ein Veilchen, ein blaues Auge, eine Woche alt und etwas neue Haut wächst neben seinem Kinn, ich bin zu höflich um auf so was zu starren und lenke ab. Na wie hast du deine alte Heimatstadt gefunden. Ich hab einfach hinter dem Eisenbahndepot nachgesehen und da war sie, sag mal kleiner, hast du was in der Schublade, Scotch, ah, ist kein guter Scotch. Lefty sagt daß weil er nicht möchte, daß jemand denkt, er könnte mit dem Stoff der in diesem Land herstellt wurde reingelegt werden, aber er trinkt ihn so daß die Gefühle des Menschen der ihn wo auch immer zusammengebraut haben mag, würde er Lefty dabei beobachten, nicht verletzt würden
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Dashiell Hammett: Der Richter lachte zuletzt (The Judge Laughed Last) (SDR 1990)
Der Kummer mit diesem Land ist, explodierte unerwartet der alte Covey und unterstrich seine Worte, indem er mit seinem schwieligen Zeigefinger wiederholt auf die Zeitung pochte, die er eben gelesen hatte, daß die Gerichte es im Würgegriff haben, Gesetz, es gibt kein Gesetz, es gibt Gerichte und Richter, und was man das Gesetz nennt, ist eine Waffe, die sie benutzen, um den menschlichen Unternehmungsgeist abzuwürgen, der Selbständigkeit und dem Fortschritt den Mut zu nehmen. Der Teil der Morgenzeitung, gegen den sich der Angriff des alten Mannes richtete, wie ich mit Mühe sah, enthielt den Bericht über eine Entscheidung des obersten Gerichtshofes im Zusammenhang mit irgendwelchen Gewerkschaftsproblemen im Westen
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Dashiell Hammett: Nachtschatten (Night Shade) (SDR 1990) (in: Amerik.Gesch.)
Ein brandneuer Buick Baujahr 1933 stand mit ausgeschalteten Scheinwerfern am Straßenrand gleich oberhalb der Piney-Falls-Brücke, als ich daran vorbeifuhr, streckte ein Mädchen den Kopf heraus, gestikulierte, ich trat auf die Bremse, dann setzte ich zurück. Bitte, bitte. Ihre Stimme war drängend, aber es lag nicht genügend Aufgeregtheit darin um sie scharf oder schrill klingen zu lassen, inzwischen war ein Mann aus der Limousine gestiegen, es war gerade so hell, daß ich sehen konnte, daß er jung und ziemlich groß war, er bewegte eine Hand in die Richtung in die ich gefahren war. Fahr weiter Kumpel. Würden sie mich bitte in die Stadt fahren. Natürlich. Hau ab. Ich stieg aus meinem Wagen, der Mann auf der Straße war schon losgestürzt als
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Dashiell Hammett: Wer erschoß Bob Teal? (Who killed Bob Teal?) (NDR 1990)
Continental Detective Agency San Francisco, er ist jetzt nicht zu sprechen, versuchen sie es morgen bye. Ist der Alte da. Hm geh rein. Bob Teal ist gestern abend erschossen worden, du mein lieber warst für die Ausbildung verantwortlich und ich will verdammt noch mal wissen wieso er sich von einer 32er das Herz hat perforieren lassen ohne sich zu wehren. Wo. Direkt hinter dem schönen Schein hinter einer Wand von meterhohen Reklametafeln auf einem leeren Grundstück Ecke Hydestreet Eddystreet mitten im dicksten Schlamm, am späten Abend, Zeugen bisher keine, Spuren keine, der gottverdammte Regen hat sie in Dreck aufgelöst, nur die 32er, er war dein Freund oder nicht. 32er. Wurde in der Nähe gefunden, das Schwein muß ihn direkt in den
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Dashiell Hammett: Glitschige Finger (Slippery Fingers) (SDR 1990) (in: Amerik.Gesch.)
Sie sind natürlich bereits vertraut mit den Einzelheiten des Todes meines Vaters. Die Zeitungen sind voll davon und das schon seit 3 Tagen und ich habe sie gelesen, aber ich möchte die Geschichte nochmal aus erster Hand hören. Es gibt nicht sehr viel zu erzählen. Frederick Grover war ein kleiner schlanker Mann von etwas unter 30 und gekleidet wie ein Model aus Vanity Fair, seine fast mädchenhaften Gesichtszüge taten nichts um ihn eindrucksvoller erscheinen zu lassen aber nach wenigen Minuten vergaß ich diese Dinge allmählich, er war kein Gimpel, ich wußte, daß er bei denen in der Stadt als scharfsinniger Bursche galt, er war dabei mit atemberaubender Geschwindigkeit ein lebhaftes Aktien- und Wertpapierunternehmen aufzubauen
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Dashiell Hammett: Einmal New York und nicht zurück (The Black Hat That Wasnt There) (NDR/SDR 1991)
Bitte einen Kaffee. Für mich ein Whisky wenns geht. Ein Whisky für Mr. Thin. Sofort. Ja ich glaub nicht, daß wir so weiterkommen Mr Zumwalt, ich soll ihren Kompanion suchen ok mit sowas verdien ich mein Geld, aber warum kommen sie erst jetzt damit zu mir, zwei Wochen nach seinem Verschwunden, wenn ich diesen Fall übernehmen soll, muß ich die ganze Geschichte kennen. Wahrscheinlich haben sie recht, nur bitte zu niemand ein Wort. Ich bin Privatdetektiv, Verschwiegenheit gehört zu meinem job, also. Vor etwa 2 Monaten übergab uns ein Klient, ein Mr Gorham Papiere im Wert von 100.000 Dollar, er mußte für längere Zeit geschäftlich in den Orient, er wollte, daß wir die Papiere bei günstiger Geschäftslage für ihn verkaufen, gestern
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Dashiell Hammett: Rondino mit Leichen (The Assistant Murderer) (NDR/SDR 1991)
Na Polly gleich ist es soweit. Gehst du sofort zu Rudi oder hast du vorher noch was anderes vor. Scheiße ihr könnt mich mal. Sag den Kerlen nen schönen Gruß, wir kommen auch bald raus, holt dich dein Süßer ab oder mußt du wieder solo trampen, warum sollte ausgerechnet heute hier aufkreuzen, hat 300 Jahre nichts von sich hören lassen. Vince schickt mir jede Woche einen Brief und einmal im Monat kommt er selbst vorbei. Hört euch doch bloß diesen Gefühlquatsch an, er könnte dir sonst was erzählen und hat sich längst eine andere Braut angelacht. Du Dreckschlampe du ich. Ja ok Lissy, reg dich ab, Mensch Polly was ist los mit dir. Was soll denn schon los sein, die Alte geht mir auf den Senkel mit ihrem Liebesgeflüster. Polly Banks. Hey Mann
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Dashiell Hammett: Zwei scharfe Messer (Two Sharp Knives) (SDR 1993)
Der 2 Uhr 11 war eingefahren, der die Stadt ins Bett bringt, wie wir zu sagen pflegen und kaum war der Bursche aus dem Raucherabteil gestiegen, erkannte ich ihn auch schon, sein Gesicht, die blassen Augen mit ihren Unterlidern, die so gerade waren, als seien sie mit dem Lineal gezogen, die auffallend stumpfe knöcherne Nase, die tiefe Spalte in seinem Kinn, die leicht eingefallenen grau getönten Wangen, all das war nicht zu verwechseln. Verzeihung Sir haben sie bitte Feuer. Der Mann war groß und schlank und sehr geschmackvoll in einen dunklen Anzug und einen langen dunklen Überzieher gekleidet, er trug eine Melone und hatte ein kleines schwarzes Köfferchen in der Hand, er sah einige Jahre älter aus als die 40 die er angeblich war
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Dashiell Hammett: Mord & Co. (Death & Co) (SDR 1994) (in: Mord&Co 3 Kriminalfälle)
Die Continental Detective Agency ist die größte Agentur der Westküste, der Alte, ich meine der Chef hatte die Angewohnheit jeden Fall persönlich an einen seiner Mitarbeiter zu übergeben. Ja. Er rief mich zu sich und grummelte etwas unverständliches, das war jetzt mein Fall. Martin Chappell. Douglas Ford, guten Tag. Chappell war um die 45 von kräftigem Körperbau und dunkler Haarfarbe aber zittrig und vor Kummer, Sorge oder Angst völlig am ende. Hier sehen sie diesen Brief habe ich heute in der Post gefunden, der Brief war mit Tinte und in plumpen durchweg großen Druckbuchstaben geschrieben, Herr Martin Chappell, geehrter Herr, wenn sie ihre Frau jemals lebend wiedersehen wollen, tun sie was ihnen gesagt wird, nämlich sie begeben sich
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Dashiell Hammett: Der Mann, der im Weg stand (The Man Who Stood in the Way) (SDR 1994) (in: Mord&Co 3 Kriminalfälle)
Ah Inch, schön daß du gekommen bist, komm setz dich. Der geräumige Ledersessel, in dem der Senator saß, schien für ihn kaum auszureichen, Schultern und Arme ragten über die Seiten und schienen über sie hinwegfließen zu wollen, ah Zigarre, Whisky, als er in die Bibliothek durchschritt, um für seinen Gast Whisky und Zigarren zu holen, schienen Wände und Decken des riesigen Raumes jäh zu schrumpfen und der gebohnerte Fußboden drohte jeden Augenblick unter dem Schritt seiner schweren Füße zu knarren, obwohl er viel zu vornehm war, um wirklich jemals zu knarren, der verlassene Sessel klaffte weit und schien als die große gepolsterte Höhle die er im Grunde war, seine ganze Würde zu verlieren sobald der Senator sich wieder hineinsinken
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Dashiell Hammett: Der Scherz mit Eloise Morey (The joke on Eloise Morey) (SDR 1994) (in: Mord&Co 3 Kriminalfälle)
Aber Herrgott Eloise ich liebe dich. Aber Herrgottnochmal Dudley ich hasse dich. Die kalte Bösartigkeit, mit der sie ihn nachäffte brachte ein Zittern auf seine Lippen, genau wie sie es vorausgesehen hatte, und alles Blut wich aus seinem gequälten Gesicht, diese vertrauten Anzeichen von Schmerz brachten sie ebenso in Wut wie sie sich diesmal freute, ihre grauen Augen fixierten ihn, sie hatte ein hübsches egoistisches Gesicht. Was bist du eigentlich, du bist kein Mann, bist ein Kind, ein Insekt oder was, du weißt daß ich es dich nicht nötig habe, du wirst nie auch nur irgendetwas sein, das habe ich dir schon tausendmal gesagt oder, und trotzdem willst du mir meine Freiheit nicht geben, ich wünschte, ich hätte dich nie gesehen
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Dashiell Hammett: Alptraumstadt (Nightmare Town) (SDR 1995)
Ah. Äh ich bitte um entschuldigung Miss, wenn ich nicht aufgepaßt hätte, hätte ich sie glaub ich fast überfahren, ist unzuverlässig der dieser Wagen, hab mir von nem Ingenieur geborgt, borgen sie sich nie von nem Ingenieur, sind unzuverlässig. Sie sind ja vollkommen betrunken. Sieh dir diesen tollen Hecht an, ich glaube wir werden mal einen kleinen Spaziergang machen. Mein Gott sind sie groß, wir sollten mal ringen, wette 10 Dollar gegen 15 daß ich sie auf die Matte krieg, na los. Du kommst jetzt erstmal in Knast Freundchen, morgen sehen wir weiter. Ja. Ich bins. Also Marshall wieviel hat er bei sich. 165 Dollar und 80 Cent. Sagen Sie Ormsby bescheid, bis morgen. Ausgeschlafen, Lust auf Frühstück. Für ne Kanne schwarzen Kaffee würde ich
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Dashiell Hammett: Urlaub (Holiday) (HR/NDR/SWF 1997)
Hmh, Sir, Sir ich, Hetherwick Paul Sir. Du lebst noch. Bitte Sir. Lebst du noch. Ich ja Sir. Na, sollte der Adressat zwischenzeitlich verstorben sein so ist der beiliegende Scheck unverzüglich an den staatlichen Gesundheitsdienst zurückzusenden, aha, also. Ich lebe noch ja Sir. Kriegsveteran, ihr solltet euch nicht in Armeehospitäler herumtreiben und dafür auch noch Geld bekommen. Nein Sir. Unterschreib, 80 Dollar fürs nichtstun. Ja Sir... Ausatmen, einatmen, tief einatmen. Sir. Oh ausatmen, nicht gerade stumm. Sir. Husten oh, ganz und gar nicht stumm. Doctor, Sir. Anziehen. Doktor, Sir, ich würde heute gern nach Diego runterfahren. Warst du diese Woche schon draußen. Nein Sir, Sir. Gut, gut. Hiermit wird Hetherwick Paul die Abwesenheit
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Dashiell Hammett: Der Malteser Falke (SWF/HR/NDR 1996)
Spade&Archer. Ja mein Schatz. Draußen ist ein Mädchen, das möchte sie sprechen, Wonderly heißt sie. Eine Kundin. Sieht so aus, sie werden sie sehen wollen, die reißt sie vom Stuhl. Immer herein mit ihr mein Engel immer herein... Was kann ich für sie tun Miss Wonderly. Könnten Sie ich ich dachte, ich, das heißt ich. Wie wärs wenn sie alles von Anfang an erzählen. Das war in New York. Ja. Ich weiß nicht wo sie ihn kennengelernt hat, ich mein ich weiß nicht wo in New York, sie ist 5 Jahre jünger als ich und wir haben nicht die selben Freunde, ich glaub wir haben uns nie so nahegestanden wie Schwestern das eigentlich sollten, Mama und Papa sind in Europa, es bringt sie um, ich muß sie zurückholen ehe sie nach Hause kommen, sie kommen am 1. Dann haben wir
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Dashiell Hammett: Der gläserne Schlüssel (SWF/HR 1996)
Herein. Ah da bist du ja Ned, pump mir ein bißchen Geld Paul. Was willst du haben. 200. Würfel. Danke ja. Ziemlich lange her daß du was gewonnen hast stimmts. Nicht unbedingt, so ein Monat oder 6 Wochen. Für eine Pechsträhne ist das ganz schön lange. Bei mir nicht, geht hoch her heute abend, was. Kleine Fische, darf ich mal, hallo Bernie hier ist Ned, wie hoch liegt Peggy OToole, ist das alles, na schön dann geben sie mir 500 von jedem, aber sicher ich wette wir kriegen Regen und wenn das hinhaut, schlägt sie ihn Senator, also gut dann machen sie mir einen besseren Preis, in Ordnung. Warum versuchst du es nicht mal mit einer kleinen Pause wenn du eine von deinen Pechsträhnen erwischst hast. Hat keinen Zweck, ziehts bloß in die Länge
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Dashiell Hammett: Rote Ernte (SWF/HR 1997)
Der erste, von dem ichs hörte, war ein rothaariger Strolch namens Hikey Dewey im Großen Schiff in Butte gewesen, bei dem hieß Personville stur immer nur Poisonville, da er aber statt Fusel auch Fussel sagte, habe ich nicht weiter darüber nachgedacht, was er dem Namen der Stadt angetan hatte, später fiel mir bei anderen, die es nicht so eilig mit ihren Silben hatten, die gleiche Aussprache auf, ich sah immer noch nichts weiter darin als jene umwerfende Art von Humor, die aus einem Professor einen Brotfresser macht, erst ein paar Jahre später, als ich selbst nach Peaceville kam, ging mir ein Licht auf, vom Bahnhof aus rief ich beim Herald an, verlangte Donald Willsson und meldete mich zur Stelle. Kommen Sie doch heut abend um zehn raus zu mir
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Dashiell Hammett: Der dünne Mann (SWF/HR 1997)
Ich lehnte am Tresen eines Speakeasy an der 52.Street und wartete darauf daß Nora ihre Weihnachtseinkäufe beendete. Sie sind doch Nick Charles der Detektiv. Ja. Ich bin Dorothy Wynant, sie kennen mich nicht mehr aber an meinen Vater Clyde Wynant müssen sie sich noch erinnern. Ja ja natürlich wie gehts ihrem Vater. Mama hat sich von ihm scheiden lassen, wir hören nie von ihm. Sie war zierlich und blond und ob man ihr Gesicht betrachtet oder ihre Gestalt in dem rauchblauen Sportkostüm, das Ergebnis war gleichermaßen zufriedenstellend. Sehen sie ihn denn überhaupt nicht. Nein ich lebe in San Francisco, mein Glas ist leer, wollen sie was trinken. Scotch mit Soda. Äh Scotch mit Soda. Ich möchte ihn sehen, Mama würde Stunk machen wenn sie es
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Dashiell Hammett: Der Fluch des Hauses Dain (SWF/HR 1998)
Tatsächlich ein Diamant, zwei Schritte vor mir im Gras, dann wollen wir mal, ist Mr Leggett zu Hause. Ja, sie möchten ihn sprechen. Ja. Sie sind auch wieder ein Detektiv, stimmts. Stimmt. Kommen Sie rein... Es tut mir leid daß ich sie habe warten lassen, aber ich konnte nicht eher abbrechen, haben sie etwas in Erfahrung gebracht. Noch nicht, ich bin nicht von der Polizei, von der Continental Agency und ich fange gerade erst an. Kein Polizist. Versicherungs-gesellschaft. Ja, wußten sie nicht daß. Natürlich sie müssen ja versichert gewesen sein, ich hatte nicht daran gedacht, die Diamanten haben nicht mir gehört sondern Halstead. Halstead & Beauchamp, Einzelheiten habe ich von der Versicherungsgesellschaft nicht bekommen, sie hatten die
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12.07.2026, 18:49 Uhr |
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| Hörspiele von Michael Koser |
Michael Koser:
Cocktail für Zwei: Kongo King Blue (DLR 1998)
Wenn ich die frühe Karriere unseres Glücksritterduos Felix und Cora Revue passieren lasse, ihre ersten Unternehmungen in Rußland und London, das Berliner Tangoabenteuer, den Coup in Monte-Carlo, die Affäre um den Hohenzollernhort, dann frage ich mich, womit fange ich an, mit dem Anfang natürlich, sagt der chronikalisch korrekte Pedant, so gehört es sich, so muß es sein, wirklich, die zwanziger Jahre in denen unsere Geschichten spielen, waren alles mögliche, golden, schmutzig, wild, mondän, krisenhaft, glorreich, schrill, pedantisch und korrekt waren sie nie, ich glaube ich beginne mit dem Abenteuer an der Riviera, blaues Meer und Sonnenschein, Kinostars, Luxus, großes Geld und große Gauner, der ideale Einstieg in die
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Cocktail für Zwei: Tango Berlin (DLR 1998)
Als das Jahr 1920 sich dem Ende zuneigte, als die Tage kürzer und kälter, die Nächte länger und heißer wurden, schüttelte ganz Berlin sich im Shimmyfieber, ganz Berlin nein, im vornehmen Hotel Kaiserhof trotzte das Orchester dem Zeitgeist und spielte weiterhin Tango, zur Freude eines erlesenen Publikums, es war Hochsaison, Sonntag, der 10. Oktober 1920, mitten in der Nacht. Eben hab ich etwas Hochinteressantes gehört, Freund Felix. Von wem, teuerste Cora. Von dem kleinen kravonischen Botschaftsattache, mit dem ich gerade getanzt habe, der mit den breiten Schultern und den schönen schwarzen Haaren. Und dem Hohlraum darunter. Mag sein, aber die Fassade ist imposant, das müssen sie zugeben. Was haben Sie denn nun
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Cocktail für Zwei: Kaiserpunsch (DLR 1998)
An einem schönen Sommerabend im Jahr der großen Hitze, präziser am Donnerstag, dem 11. August 1921, gegen 9 Uhr, ritt ein elegantes Paar auf zwei eleganten Brauen über den einsamen Strand des eleganten Badeorts Scheveningen, es war noch sehr warm, die Dämmerung hatte soeben erst eingesetzt und die Reiter, die man in ihrem eleganten Hotel kannte als Sir Mortimer und Lady Gwendolyn Grenfellpetinkton waren auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Was vermissen Sie, Freund Felix. Das Salz in der Suppe, Spannung, Gefahr, Risiko, Abenteuer. Das exquisite Gefühl auf dem Drahtseil über dem Löwenkäfig Tango zu tanzen. Genau das, teuerste Cora, für eine geruhsame Existenz in Filzpantoffeln sind Felix und Co nicht ge
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Cocktail für Zwei: Bloody Mary (DLR 1998)
Bisher meine Damen und Herren haben Sie mit mir Felix und Cora an die CotedAzur begleitet, nach Berlin und zum Versteck des Hohenzollernhorts, jetzt wird es Zeit, zu den Ursprüngen zurückzukehren, als alles begann, es war einmal ein Krieg, ein Weltkrieg, er sollte der letzte sein und war doch nur der erste, in diesem Krieg gab es einen Offizier der Felix hieß und zum Geheimdienst seines Landes gehörte und es gab auf der Gegenseite eine Spionin namens Cora, nun geschah es, daß beide sich trafen und aus Feinden zu Freunden wurden, da sie der Ansicht waren, für einen frühen Tod seien sie viel zu schade, verließen sie die Front unter Mitnahme erheblicher Summen die nicht ihnen gehörten sondern ihren jeweiligen Generalstäben und
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Cocktail für Zwei: Eiffel sour (DLR 1999)
Das Jahr 1922 war angebrochen und die Welt drehte sich immer schneller, Landru der schwarzbärtige Frauenmörder verlor Bart und Kopf, mit großem Getöse tagte zu Genua eine internationale Konferenz, die die Weltwirtschaft sanieren sollte, ein gewisser Josef Stalin wurde Generalsekretär der kommunistischen Partei Rußlands, der französische Ministerpräsident Briand mußte zurücktreten und Monsieur Poincare übernahm seinen Posten, das alles ist bekannt, das alles steht in den Geschichtsbüchern, daß der Eifelturm, das weltberühmte Wahrzeichen der Stadt Paris gestohlen wurde, das steht nicht in den Geschichtsbüchern, am Nachmittag des 9. Mai 1922 nahm diese schier unglaubliche Geschichte ihren Anfang. Von hier aus ist
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Cocktail für Zwei: Surabaya Sling (DLR 1999)
Es war ein schöner Junitag im Jahre 1922, die Sonne strahlte als gäbe es weder Weltkriege noch Friedensverträge, die Vögel die nichts wußten von Wirtschaftskrise und Inflation sangen aus vollem Hals und durch die von keiner Erhebung beeinträchtigte Plattheit der norddeutschen Tiefebene dampfe behäbig ein Bummelzug, sofern er nicht, wie es sich des öfteren als unumgänglich erwies, in einem der zahlreichen kleinen Bahnhöfe eine Verschnaufpause einlegte. Willsum hier Willsum, beim aus- und einsteigen beeilen bitte. Was für ein Nest, teuerste Cora, so winzig, so ruhig, so ganz und gar uninteressant. Glauben sie Felix, je kleiner die Laus, desto fetter der Schmaus. Oh kravonisches Sprichwort. Ganz recht, hätten sie nicht Lust, diesem
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Cocktail für Zwei: Germanengold (DLR 1999)
Wir sind von Kopf bis Fuß auf Wagner eingestellt, denn das ist unsere Welt und sonst gar nichts. Heil dir Holde. Heil dir Held Herman. Was gibts zu schmausen. Semmeln, Wurst, Käse, Eier wie immer. Trefflich trefflich, schenk ein den Kaffee aus keramischer Kanne, schweig stille Loki du arger Wicht. Pst gleich kriegst ein Wursti. Herman der Cherusker und Thusnelda saßen am Frühstückstisch, dieser stand in der Villa Walhall und diese wiederum stand an der Poschingerstr. im vornehmen Münchner Stadtteil Bogenhausen, eigentlich hieß Herman Alois Wichtel und so sah er auch aus, trotz seiner wenig imposanten Statur, seiner auswärts gebogenen Knie, seiner spärlichen mausblonden Haare hielt er sich für die leibhaftige Wiedergeburt
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Cocktail für Zwei: Titanic Smash (DLR 1999)
Titanic, alle reden immer nur von der Titanic dabei waren es zwei zwei Schiffe. Es war vor Jahren gewesen noch während des Kriegs, in Amsterdam, Felix hielt sich incognito im neutralen Holland auf, der Grund tut nichts zur Sache, in einer finsteren Kaschemme im Hafenviertel war er mit einer gewissen wichtigen Kontaktperson verabredet, der Mann ließ auf sich warten, er kam übrigens nie, er trieb ein Messer im Rücken in einer abgelegenen Gracht, doch dies nur nebenbei, während er wartete gab Felix einem betrunkenen Seemann einen Ginebra aus, und der revanchierte sich mit einer höchst erstaunlichen Geschichte. Zwei Schiffe zwei Schwestern, fast Zwillinge, erst die Olympic, dann die Titanic, eine sah aus wie die andere, darum ist
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Michael Koser: (Sonstige Hörspiele):
Einmal Utopia - hin und zurück (RIAS 1970) (Ein Schulfunk-Hörspiel) (nach Robert Sheckley: A Ticket to Tranai)
(Ein Planet mit dem Ruf eines Steuerparadieses und Idealstaates erweist sich bei näherem Kennenlernen als Paradies mit kleinen Fehlern. Seit Gottlieb von Borg gehört hat, einem kleinen kolonisierten Planeten irgendwo in der Galaxis, glaubt er sein Utopia gefunden zu haben, denn dort soll es die absolute Freiheit des Individuums geben. Keine staatliche Aufsicht, keine Gesetzbücher, keine Juristen, keine Polizei und deshalb auch keine Verbrechen. Jeder kann tun, was er will. Freie Bahn dem Tüchtigen. Private Unternehmerinitiative und freier Kapitalfluß sind das ökonomische Prinzip. Armut gibt es nicht. Auf Borg hat jeder das Recht, an der Umverteilung des Reichtums zu seinen Gunsten mitzuwirken. Was das in der Praxis bedeutet, erfährt Gottlieb gleich nach seiner Ankunft, als er einem Straßenräuber zum Opfer fällt. Man klärt ihn auf, daß es sich um einen Steuereintreiber der Regierung gehandelt hat, eine unbürokratische und verhältnismäßig schmerzlose Methode der Finanzpolitik. Umverteilung durch Straßenraub ist ganz legal. Jeder sorgt für sich selbst, und man rät ihm, es ebenso zu machen. Der Präsident persönlich heißt ihn willkommen und vermittelt ihm einen Job in einer Fabrik, in der möglichst unzuverlässige und ungeschickte Haushaltsroboter konstruiert werden, um den Menschen das Gefühl der Überlegenheit zu geben. Man drängt Gottlieb, so schnell wie möglich zu heiraten, denn Junggesellen haben auf Borg keinen Status, und Abweichungen von der Norm sollte er sich besser nicht leisten. Als ihn seine junge, hübsche Frau jedoch aufklärt, daß es auf Borg üblich ist, die Frauen regelmäßig einzufrieren, damit sie sich im Kältegenerator jung erhalten können, sieht er die Zeit für Reformen gekommen. Bereitwillig will ihm der Präsident sein Amt abtreten, denn auf Borg kann jeder Präsident werden. Als er jedoch hört, welch makabres Ende dem Staatsoberhaupt droht, wenn die Bevölkerung bei sinkender Popularität mehrheitlich den Minusknopf drückt, beschließt er spontan, zur Erde zurückzukehren, von der man sagt, daß sie mit ihrem geregelten Staatswesen und ihrer geordneten Wirtschaft ein wahres Paradies sein soll)
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Kein Job mehr für die Roboter (RIAS 1970) (Schulfunk) (nach Brian Aldiss: But who can replace a man)
(Ein Experiment soll klären, ob Roboter bei Ausbleiben menschlicher Befehle selbst Entscheidungen treffen können. Kein Mensch muß mehr körperlich arbeiten. Alle anfallenden Tätigkeiten werden zuverlässig von Robotern erledigt, die ihre Anweisungen per Funk erhalten. Die Robotpsychologin Julia will erstmals beweisen, daß Roboter fähig sind, ihre Arbeit ohne Anleitung selbständig zu organisieren. Mit Billigung des obersten Konzils wird die Funkverbindung zu einer der landwirtschaftlichen Außenstationen unterbrochen. Eine Überwachungsfrequenz, von der die Roboter nichts wissen, erlaubt es, den Verlauf des Experiments zu verfolgen. Als die Anweisungen von der Zentrale ausbleiben, ahnt R 1, Koordinator der mit sieben Robotern besetzten Agrarstation, daß irgend etwas nicht so ist, wie es sein soll. In seiner Datenbank findet er jedoch für eine solche Situation keinen Präzedenzfall. Ein technischer Defekt scheidet aus, deshalb kann der Fehler nur bei den Menschen selbst liegen. Wären nur einige Menschen außer Betrieb, hätten andere sie längst ersetzt. Da dies nicht der Fall ist, bleibt einzig die logische Folgerung, daß alle Menschen außer Betrieb sein müssen. Wenn aber keine Menschen mehr da sind, gibt es auch niemanden, für den die Roboter arbeiten können. Also sind die Roboter jetzt frei und können tun, was Ihnen gefällt. Sie werden ihre eigenen Herren sein und bald die Welt beherrschen. R 1, der über das Gehirn mit der größten Kapazität verfügt, ernennt sich zum Führer. Die Stadt der Menschen soll zerstört und durch eine neue für Roboter ersetzt werden. Spaltbares Material ist in ihren Atomreaktoren ausreichend vorhanden. Als man in der Zentrale registriert, daß das Experiment außer Kontrolle zu geraten droht, versucht man, es im letzten Moment zu stoppen. Aber zu spät: R 1 hat seinen Empfänger abgeschaltet. Schon bewegt sich ein immer größer werdender Zug von Robotern auf die Stadt zu)
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Reservat. There are no Truths outside the Gates of Eden (RIAS/SWF 1970) (Werkstatt des Hörspiels)
Guten Abend, meine Damen und Herren, in unserer heutigen Übertragung hören Sie: Reservat, there are no truths outside the Gates of Eden. Von Michael Koser, Manfred Marchfelder und Friedrich Scholz. Es wirken mit: Klaus Krüger, Ernst Schröder, Ursula Starck, Hans-Ulrich Minke, Helga Anders, Klaus Herm, Cordula Hubrich, Christoph Quest, Klaus Wampfler, Erika Eller, Hans Boche, Klaus Jepsen, Erwin Schastok, Mike Wiegand, Barbara Tietze, Klaus Dieter Mäurich und Ulrich Pleitgen. Wir wünschen Ihnen einen guten Empfang (Applaus). At times I think there are no words but these to tell whats true and there are no truths outside the Gates of Eden. Eins zwei drei (Musik). Dieser Ort zerstört mich. Es gibt kein oben und unten mehr. Das Wort darf nicht
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(Andersdenkende und Außenseiter der Gesellschaft werden in ein Reservat abgesondert und ausgebeutet. Um sich subkultureller Bewegungen zu entledigen, die das lautlose Funktionieren der Gesellschaft stören und ideologische Unzufriedenheit verbreiten könnten, hat man unter einem gigantischen Plexiglasdom einen Freiraum geschaffen, ein künstliches Paradies der Antisozialen, von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen und durch eine komplexe Maschinerie ständig in einem Schwebezustand gehalten. Automaten versorgen die Insassen mit allem, was sie brauchen. Jeder kann leben, wie er es sich wünscht. Nichts ist verboten. Fast alle sehen glücklich aus. Die wenigsten wollen wahrhaben, daß ihr Horizont begrenzt ist, daß es eine Grenze gibt, die nicht überschritten werden kann. Möglichkeiten der innerinstitutionellen Rebellion sind bewußt vorgesehen und selbst institutionalisiert. Aber es ist sinnlos, Automaten zu zerstören, weil jeder Ansatz, ein Zeichen zu setzen, folgenlos bleibt. Die weitaus meisten haben ihre ursprünglichen Ziele längst zugunsten individueller Glücksbefriedigung aufgegeben. Anfängliche Widerstände in der Öffentlichkeit sind beseitigt, seit man erkannt hat, daß die Institution keine karitative Anstalt, kein sozialer Luxus ist, sondern sich ökonomisch selbst trägt. Weil antisoziale Haltung oft mit künstlerischer Begabung korrespondiert, kann die Gesellschaft sich der Resultate ihrer schöpferischen Arbeit bedienen, um nach Entfernung extremer Auswüchse und normalisierender Bearbeitung die streng lineare Geometrie des Plans abzurunden. Daß die Schützlinge auf diese Weise Erhebliches zur Bereicherung der Gesellschaft beitragen, die Sie ablehnen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Thema des Hörspiels in der Dialektik zwischen Innenansicht und Außendarstellung der "Institution" sind Begriffe wie Freiheit, Toleranz und Revolution, aber auch die Abkapselung des Kulturbetriebs von der realen gesellschaftlichen Entwicklung, wobei Michael Koser sein eigenes Werk selbstkritisch nicht ausnimmt). (Die Utopie handelt von einem künstlichen Paradies, geschaffen von einer zukünftigen Weltregierung für alle diejenigen, die gegen den "Plan", die vorausberechnete wirtschaftliche und politische Ordnung opponieren: Künstler, Gammler, Oppositionelle jeder Art. In dem von der Außenwelt abgeschlossenen Reservat erhalten die darin Angesiedelten mühelos alles, was sie zum Leben brauchen, haben sie völlige Freiheit, die Lebensform zu wählen, die sie wünschen - die Gesellschaft "draußen" aber hat sich dadurch auf "humane" Art von ihrer unberechenbaren Opposition und Revolution befreit. Auf der anderen Seite finden sich auch die Außenseiter der Gesellschaft im Reservat mit der "repressiven Toleranz" ab, geben echte revolutionäre Haltung auf zugunsten einer individuellen Glücksbefriedigung. - Das Hörspiel soll auffordern, über Begriffe wie Freiheit, Toleranz, Revolution nachzudenken) (Titel aus dem Song "Gates of Eden" von Bob Dylan)
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Tote singen nicht (Kriminalparodie auf Raymond Chandler) (RIAS/SWF 1971)
Das Haus war der gemeinsame Alptraum eines größenwahnsinnigen Architekten und eines Bauherrn, der zuviel Geld hatte, eine unwahrscheinliche Kreuzung aus gotischem Palazzo, maurischer Kathedrale und griechischem Eiscreme, aber ich war ja nicht hier, um den Geschmack der oberen Zehntausend zu beurteilen, Mister Waterson ließ mich warten, er konnte sich das leisten, er hatte eine Empfangshalle so groß wie das Landedeck eines Flugzeugträgers, einen fast echten englischen Butler, den er wahrscheinlich auf einer Antiquitätenmesse ersteigert hatte, und mehr Dollars als die übrige Stadt zusammen und ich war bloß ein kleiner Fisch, mein Auto war drei Jahre alt, mein Anzug war auch, und mein letzter Kontoauszug war
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John Bomb jagt Dr. Pop (Kriminalparodie auf Ian Fleming) (SWF/RIAS 1971)
(Action à la 007. Aber es ist anstrengend geworden, Null-Null zu sein. Nicht die Parties, nicht die Mädchen - die schafft man an einem Vormittag. Aber die Jagd. Früher hatte man es leichter: da hat man die eine Hälfte mit dem Sportwagen gemacht und die andere Hälfte unter Wasser, mit dem Flugzeug, das ging auch noch. Aber dann haben die Schurken Raketen eingesetzt, und jetzt ist unter Raumschiffen nichts mehr zu machen. Natürlich fängt John Bomb am Ende Dr. Pop, fragt sich bloß, wo und unter welchen Umständen)
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Was hilft gegen Vampire? (RIAS 1972)
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Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust (RIAS 1972) (Ein Werwolf-Hörspiel)
(Der Originaldatensatz von Deutschlandradio/RIAS betitelt das Hörspiel mit „Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust“. Es kann natürlich sein, daß bei der Dokumentation ein Schreibfehler unterlaufen ist oder die Bandschachtel falsch beschriftet war. Da Michael Koser gerne mit Wortspielen hantiert – die Originalvorlage ist hier wohl Goethes Faust („Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“) – kann es natürlich gut sein, daß das Zitat von Koser hier entsprechend umgewandelt wurde. Dabei machen wohl beide Versionen („einer“ bzw. „meiner“) Sinn. Ich konnte in den Beitrag hineinhören, leider wurde der Titel hier nicht genannt. Inhaltlich geht es um die Ermordung einer Prostituierten durch Jack the Ripper. Da die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive der Frau erzählt wird, macht „Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust“ mehr Sinn. Das ist aber nur meine Interpretation) (Info ARD Hörspielarchiv)
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Der geheimnisvolle Fall der Weihnachtsgans (RIAS 1972) (nach Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes, Der blaue Karfunkel)
(Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages kam ich zu Sherlock Holmes, um ihm meine Glückwünsche zu überbringen, er lag auf dem Sofa in einem purpurnen Morgenrock, neben sich den Pfeifenständer und einen Stoß Zeitungen, vor der Couch stand ein hölzerner Stuhl, über der Lehne hing ein nicht sehr respektabel aussehender Filzhut, er war schon ziemlich ramponiert und hatte viele Beulen, Vergrößerungsglas und Pinzette, die auf dem Stuhlsitz lagen, legten die Vermutung nahe, daß Holmes bei der Arbeit war. Hoffentlich störe ich dich nicht, sagte ich. Nicht im geringsten, ich bin froh, die Sache mit dir besprechen zu können. Er deutete mit dem Daumen auf den alten Hut. Da haben wir eine ganz banale Angelegenheit)
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Ach und Krach (RIAS 1973)
(Lärm wird von der Staatsführung als notwendiges Zugeständnis an den Fortschritt propagandistisch kompensiert. Die Welt ertrinkt im Lärm. Die Schwelle des Erträglichen ist schon lange überschritten. Lärmschleusen und elektronisch gesteuerte Schallisolierungen sind nur für die Spitzen der Gesellschaft erschwinglich. Untergrundkommandos bekämpfen Lärm mit Gegenlärm. Die Mehrzahl der Bevölkerung hat resigniert. Um zu akzeptablen neuen Ideen für den Lärmschutz zu kommen, beschließt das Führungsgremium der obersten staatlichen Instanz, zwei Probanden unter dem Vorwand eines freiwilligen Berufs- und Eignungstests auf das Problem anzusetzen. Sie, 027-41-316 W, erhält von den Testmaschinen den Auftrag, das Thema in einem Rundfunkhörspiel zu erörtern, er, 142-20-444 M, soll eine Maschine oder Vorrichtung erfinden, die Lärm erträglicher macht. Vier Wochen später kann der Versuch erfolgreich abgeschlossen werden, daß dabei die Rollen vertauscht wurden und er das Hörspiel, sie die technische Verbesserung realisiert hat, scheint unerheblich. Ihre Idee war es, die allgemein gebräuchlichen, jedoch ineffektiven und sozial isolierenden Ohrenschützer mit kleinen Empfängern auszustatten, aus denen sanfte Musik oder eine freundliche Stimme kommt. Im Gremium ist man sich schnell einig, daß die Möglichkeiten dieser Lärmschutz-Kopfhörer weit über die Absichten der Erfinderin hinausreichen. Mit ihrer Hilfe wird es gelingen, die Menschen, die sich dem technischen Fortschritt so wenig anzupassen bereit sind und die zwangsläufigen Begleitumstände über Gebühr betonen, im staatlichen Sinne progressiv zu konditionieren. Entsprechende Slogans sind bereits ausgearbeitet. Per Gesetz könnte das Tragen der Kopfhörer zur Pflicht gemacht werden. Dann könnte auch das vorgelegte Anti-Lärm-Hörspiel nach angemessener Bearbeitung über die Kopfhörer laufen - trotz seiner radikalen Tendenzen. Denn wann hatte verbaler Radikalismus, zumal in künstlerischer Form, je über heilsame Abreaktion hinausgehende, radikale Wirkung?)
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Müllschlucker (SWF 1973)
(Es gibt keine Kriege mehr, die Welt ist heil, und die unliebsamen Alten werden in den Weltraum hinausgeschossen, wo sie die "gute alte Zeit" verherrlichen. "Ehre das Alter, aber nicht zu sehr, wenn du selbst alt werden willst", ist einer der Leitsätze des weisen Boseko, Cheftheoretiker der Neuen Ära, die einige Jahre nach dem Schock des 3. Weltkriegs begonnen hat. Aber der allgemeine Vorsatz, in Zukunft besser aufzupassen, wird immer wieder gefährdet durch Leute wie Opa 17, deren Wünsche rückwärts orientiert sind und die militaristisches und kapitalistisches Gedankengut verbreiten. So beschließt die Großfamilie V-97-663, es den anderen gleichzutun, die ihre kriegslüsternen Alten auf MS 1 abgeschoben haben, den Müllsatelliten, den man zu Beginn der Neuen Ära gebaut und in eine Erdumlaufbahn geschossen hat. Opa 17, der sich jetzt wieder Cäsar nennt, kommt in gute Gesellschaft. Aber er hat ganz und gar keine Lust, hier als einfacher Arbeiter bei einem der Monopolisten für Altpapier, Glas oder Schrott ganz unten anzufangen. Jeder, der einen Abfallstoff findet, auf den noch niemand ein Monopol hat, darf sich selbst zum Monopolisten ernennen. Wenn er alle Herausforderer im offenen Kampf besiegt, kann er sich in die Monopolrolle eintragen lassen, erhält Sitz und Stimme im höchsten Gremium des Müllplaneten und bestimmt fortan mit über die Verteilung der lebenswichtigen Güter, die von der Erde geschickt werden. In einem märchenhaften Aufstieg bringt es Opa Cäsar vom Monopolisten für Altmedikamente zum uneingeschränkten Herrscher über den Müllplaneten. Unter dem Motto "Durch Müll zum Sieg" fordert er von der Erde ultimativ die Abschaffung aller Errungenschaften der Neuen Ära, so daß man sich gezwungen sieht, den Satelliten mit seiner zeternden Besatzung auf eine neue, für die Erde ungefährliche Umlaufbahn abzudrängen. Die Welt ist wieder in Ordnung. Michael Kosers Satire zielt auf die ewig Gestrigen, nimmt aber auch die allzu simplen utopischen Entwürfen einer befriedeten Welt von morgen nicht aus)
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Verfahren (Ein Denk-Spiel über Autos) (RIAS 1973)
(Die Zunahme der Verkehrsdichte gipfelt in einem nicht mehr endenden Stau, der lückenlos alle Straßen des Landes ausfüllt. Aufgrund verstärkter Neuzulassungen ist nun auch auf einer der letzten Bundesstraßen der Verkehr endgültig zum Erliegen gekommen. Das Verkehrsministerium bittet durchzuhalten, seit Eintritt der derzeitigen statischen Situation vor zwei Jahren ist die Regierung unermüdlich damit beschäftigt, Maßnahmen zur Schaffung wirksamer Abhilfe zu überprüfen. Der Automobilclub unterstreicht seine Forderung nach neuen Straßen und empfiehlt, gelegentlich den Motor laufen zu lassen, damit er fahrbereit bleibt. Unter dem Wahlspruch "Mein Auto ist meine Burg" haben sich kleine, straff organisierte Gruppen gebildet, Autokameraden, die treu zu ihrem geliebten vierrädigen Freund stehen. Wer träumt nicht davon, auf menschenleeren Autobahnen frei aufs Gaspedal zu treten, in die Sitze gedrückt zu werden, die Bäume nur als undeutliche Schatten zu sehen! Pünktlich um zwölf kommt der Polizeihubschrauber zur Essen- und Postausgabe. Wehe dem, der sein Wasser zum Trinken mißbraucht! Es gilt, den Ruf der saubersten Autos auf der ganzen Autobahn zu verteidigen! Das Autoradio wirbt für Klapp-WCs und Häkelschoner fürs Lenkrad. Im beliebten Wunschkonzert schickt die Familie liebe Grüße an den Papa bei Kilometer 52. Im Raum Neuwied kommt es zu Zusammenstößen zwischen Autokameraden und einer Gruppe linker Naturfreunde, die am Begrenzungsstreifen gegen den Individualverkehr demonstrieren. Das Innenministerium empfiehlt, sich durch eine lautstarke radikale Minderheit nicht provozieren zu lassen, Regierung und Institutionen und die gutgesinnte Mehrheit der Bevölkerung stehen hinter den Autokameraden. Trotz - temporärer! - Verstopfung der Autobahnen und Bundesstraßen sind, wie der Bundesverband der Autoindustrie versichert, doch noch eine ganze Reihe von Straßen zweiter Ordnung und Feldwegen unbesetzt, was bedeutet, daß die Straßenkapazität im großen und ganzen gesehen bei weitem noch nicht erschöpft ist, und das heißt: weitermachen und noch mehr leisten zum Wohl des Ganzen)
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Yeti in Dichtung und Wahrheit (RIAS 1973)
(Hörfolge aus dem sagenhaft-phantastischen Sujets um Professor Kolimowski, der unbekannten Phänomenen nachspürt und wiederholt ungewöhnliche Begegnungen hat)
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Dies Blutbild ist bezaubernd schön (Ein Vampir-Hörspiel) (RIAS 1973)
Amsterdam, 17. Mai, 6 Uhr 15, in einer halben Stunde wird Prof. Vandenburg bei mir erscheinen, der international angesehene Experte auf dem Gebiet der okkulten Wissenschaften, er hat versprochen, mir meinen ersten Vampir vorzuführen, ich bin gespannt. Wir sind da, Vorsicht, das ist der Sarkophag, fassen Sie mit an, der Deckel ist schwer, sie haben doch das Kruzifix bei sich und den Knoblauch. Natürlich, im Sarg liegt ein älterer Mann, er wirkt entspannt, ruhig, als ob er schläft, ich habe das Gefühl, daß er mich durch die Wimpern hindurch beobachtet, seine Gesichtsfarbe ist ich würde sagen ausgesprochen gesund, die Lippen nein das ist geronnenes Blut in den Mundwinkeln, und dann zwei dunkle Linien bis zum Kinn
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Von rechts nach links: Super Tarzan Special Agent Love Story Space Captain Lonesome Gun (Ein utopisches Hörspiel) (RIAS 1974)
(Totalidentifikation als Unterhaltungsangebot eines elektronischen Massenmediums, das selbst systemkritische Ansätze zum konsumierbaren Programmbestandteil macht. Im Rahmen des allmonatlichen Inside-Programms für Outsider gewährt die Kult AG Einblicke in Produktionsweisen und demonstriert, wie mit Hilfe des Programmcomputers aus vorgegebenen Versatzstücken eine Vielzahl von Unterhaltungsprogrammen montiert werden, die nach Passieren der elektronischen Zensur mit Werbespots angereichert und im Stimu-Sender gespeichert werden, von wo aus sie zu Hause am Identi-Stimulationsset mit Hilfe des Programmwählers jederzeit abgerufen und durch Stimulierung entsprechender Gehirnzentren als induktive Halluzination erlebt werden können. Die Programminhalte freilich sind die gleichen wie in der Vor-Kult-Zeit: starke Männer, die für Recht und Gesetz kämpfen, Abenteuerfrische, der Duft der großen weiten Welt, Geschichten, die das Leben schrieb, unermeßliche Gefahren in Raum und Zeit. Doch in den Reihen der Programmierer wird Unzufriedenheit laut. Sie wollen andere Sendungen machen, das übersättigte Publikum aktivieren, ihn die dauernde Fremdbestimmung bewußt machen. Mitten ins laufende Programm hinein fordern sie dazu auf, den Gehorsam zu verweigern, Widerstand zu leisten, eigene Entscheidungen zu treffen. Aber Kult AG weiß auch die Äußerungen der Rebellion für ihre Zwecke nutzbar zu machen. Die Teilnehmer können identifiziert bleiben. Alles ist unter Kontrolle. Denn was da live miterlebt wurde, ist nicht der Versuch eines kulturrevolutionären Umsturzes, sondern ein gut arrangiertes Spezialprogramm für progressive Minderheiten aus der kombinierten Serie: The Great Red Hope - Kulturrevolution. Michael Koser demonstriert, inwieweit Kritik, als Spiel konsumierbar gemacht, nicht mehr geäußert zu werden braucht, Protest und Widerstand aus zweiter Hand den Einzelnen von seiner Verpflichtung zum Engagement entbinden, statt sie ihm bewußt zu machen, wobei der Autor seine eigene Arbeit selbstkritisch in die gleiche Perspektive rückt.) (Der Autor entwirft keine unverbindlichen utopischen Zukunftswelten, sondern bezieht sich konkret auf gegenwärtige Mißstände unserer Welt. Hier nimmt er satirisch den Zustand heutiger Massenkommunikationsmittel und ihr Angebot an Unterhaltungssendungen aufs Korn. "Kult AG", computergesteuert, Massenmedium der Zukunft, beliefert ein gelangweilt-williges Publikum noch immer mit den bekannten Geschichten: Tarzan, Special- Agent, Lonesome Gun, Weltraum-Krimis etc. Ein paar Mitarbeiter der "Kult AG" tun sich jedoch zusammen, um wider den Stachel zu löcken, wollen ihr Publikum zum Widerstand aktivieren. Doch die Äußerungen der Rebellion weiß "Kult AG" für ihre, für unsere Zwecke nutzbar zu machen)
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Heil im Siegerkranz - Satire auf den Geist der Gründer (RIAS 1975)
(Sprecher, Rolle/Funktion: Inge Wolffberg: Winnetou, Wilhelmine Buchholz, Gert Haucke: Old Shatterhand, May Karl, Kara Ben Nemsi alias Karl Friedrich May, Hubertus Bengsch: Comanchenhäuptling, Onkel Fritz, Professor, Helmut Krauss: Red Batman, Arbeiter, Hadschi Halef Omar, Peter Schiff: Tramp, Zarathustra, Diener, Dr. Stinde, Barde)
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Jahrmarkt der Vergangenheit. Heute wars - Satire auf das Gestern von morgen (RIAS 1975)
(Das Hörspiel „Heute war’s – Satire auf das Gestern von morgen“ aus dem Jahr 1975 erschafft eine Welt im Jahr 2020: Es gibt nur noch einen Staat auf der Welt, die Menschen leben in großen Superstädten unter Plexiglas. Und sonst? Alles ist möglich, auch, daß Gegenwart und Zukunft so aussehen wie in diesem Hörspiel – so zumindest das Resümee des Autors Michael Koser)
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Ping-Pong zur Ming-Zeit (Erotische Erzählung aus dem alten China) (RIAS 1977)
Kennen Sie Kung Fu, kennen Sie Mao Tse Tung, aber kennen Sie auch Ming Ping Pong? Ming Ping Pong ist kurz gesagt nichts anderes als eine Abkürzung bzw. Kurzfassung des Titels dieser unserer Sendung, welcher in voller Länge lautet wie folgt: Ping-Pong zur Ming-Zeit, erotische Erzählungen aus dem alten China. Das Manuskript schrieb Michael Koser. Aber was, werden Sie nun fragen ist Ping Pong zur Mingzeit, eigentlich um ganz ehrlich zu sein, nur der etwas reißerische Titel für eine Sendung über einen wichtigen Abschnitt der chinesischen Literaturgeschichte, mit Körperkultur oder gar Leistungssport hat unser Thema höchstens im übertragenen Sinne zu tun... steht und fällt mit dem Text, dem Wort. Fönis war
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Loch Ness (RIAS 1977)
(Yeti, Loch Ness und UFOs sind Hörfolgen aus dem sagenhaft-phantastischen Sujets um Professor Kolimowski, der unbekannten Phänomenen nachspürt und wiederholt ungewöhnliche Begegnungen hat)
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Ufos (RIAS 1978)
(Ein Kontakt mit Außerirdischen enthüllt das Mysterium des Ursprungs der menschlichen Rasse. Professor Kolimowski, prominenter Anthropologe, Zoologe und Physiker, Entdecker des sagenhaften Yeti und Konstrukteur einer leider noch nicht voll funktionsfähigen Zeitmaschine, wird seit einem Jahr vermißt. Alles deutet darauf hin, daß er bei einem Tauchversuch auf der Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness Opfer seines Forschungsdrangs geworden ist. Doch dann gibt es ein überraschendes Lebenszeichen in Form dreier von ihm persönlich besprochener Tonbandkassetten, die nach Aussage eines ostfriesischen Bauern von einer fliegenden Untertasse über seiner Wiese abgeworfen worden sein sollen. Die allem Anschein nach authentischen Tondokumente enthalten die unglaublichen Schilderungen des Wissenschaftlers, der von einem unbekannten Flugobjekt entführt wird. Mit einem ad hoc aus Teilen seines Fotoapparats konstruierten Universal-Translators gelingt es ihm, mit den Außerirdischen in Kommunikation zu treten. Sie kommen von der Vega und bringen ihn geradewegs in das geheime galaktische Hauptquartier am Grund des Bermuda-Dreiecks. Hier, in der Tiefe des Ozeans, steht er einem der weisen UFO-Lenker aus galaktischen Fernen gegenüber und erhält Aufschlüsse über Vergangenheit und Zukunft der Menschheit. Vor zwei Millionen Jahren hatten böse Reptilien vom Aldebaran auf der Erde den Keim für die menschliche Rasse gelegt, um dereinst über willige Söldner in ihrem Geiste zu verfügen. Das Imperium von Aldebaran existiert nicht mehr, aber seither behalten die Veganer den von jenen geschaffenen Vorposten im Auge. Werden die Menschen hoffnungslos dem Bösen verfallen oder sind sie noch für das Gute zu retten? Sollen sie eine letzte Chance erhalten oder exterminiert werden? Eines ist sicher: in einer zweiten Sintflut wird es keinen Noah mehr geben)
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Das Geheimnis von Craven-Hall (RIAS 1978) (nach Catherine L. Pirkis: The Murder at Troytes Hill)
Versetzen Sie sich nun im Geiste zurück, um ein gutes dreiviertel Jahrhundert, in die Zeit der Gasbeleuchtung und der Pferdedroschken und folgen sie mir in das Gerichtsgebäude einer kleinen englischen Stadt, wo gerade eine Totenschau abgehalten wird, ein Mord hat stattgefunden. Und dann sahen Sie die Leiche. Jawohl euer Ehren, ich erblickte den dahingeschiedenen in seinem Blute liegen, inmitten dieser chaotischen Umgebung, es war abscheulich, wenn ich mir diesen starken Ausdruck gestatten darf. So, und was taten Sie dann? Ich sagte oh! Oh? Jawohl euer Ehren, oh, ich erinnere mich genau. Und dann? Äh, dann dachte ich nach. In der Tat, und? Ich äh ich dachte also nach, etwa 2 Minuten, würde ich sagen, dann
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Die Iden des März (RIAS 1981) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Die Wikinger in Vinland (RIAS 1981) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Schmetterling mit Hakenkreuzen (BR 1981) (nach Philip K. Dick: The man in the high castle)
Tschuang Tse träumt, er sei ein Schmetterling, er fliegt dahin, flattert mit den Flügeln und freut sich, plötzlich wacht er auf und erkennt, er sei Tschuang Tse, ist er nun Tschuang Tse, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder ist er ein Schmetterling, der träumt er sei Tschuang Tse, ahaha, wer kann das sagen, ich bin Melville Abendsen, geboren 1918, als der erste Weltkrieg zu Ende ging, im zweiten Soldat, Guadalcanal, Midway, Guam, bei Iwojima verwundet, Besatzer auf Okinawa bis 1946, ich bin Schriftsteller, ich schreibe Science Fiction, ich äh habe eine Idee im Kopf, eine Geschichte, die nicht in der Zukunft spielt, die gegenwärtig ist, zeitgenössisch und doch nicht von dieser unserer Zeit, ich will gewissermaßen
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Zwei Leichen im Orient-Express (Ein Fall für Prof. van Dusen, nicht gesendet, profvandusen.com)
Guten Morgen, Professor, wachet auf, wachet auf, es krähte der Hahn, Morgenstunde hat bekanntlich Gold im Munde. Wie spät? Sieben Uhr durch, Professor, und die Sonne scheint. So, geben Sie mir mein Notizbuch. Sagten Sie Notizbuch? Ja doch, gestern abend, kurz vor dem Einschlafen, hatte ich einen höchst interessanten Gedanken im Zusammenhang mit meiner atomaren Strukturtheorie, von der Sie ohnehin nichts verstehen, da, auf der Ablage, etwas schneller, wenn ich bitten darf. Bitte sehr, Professor. Fällt Ihnen nichts auf, Professor? Nein. Und heute nacht haben Sie auch nichts gemerkt? Wie Sie wissen, mein lieber Hatch, erfreue ich mich eines gesegneten Schlafes, auch auf Reisen, was ist geschehen? Sehen Sie
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Das schaudererregende Abenteuer im Orient-Express (WDR 1982)
Guten Morgen Homes, früh im Bett und früh heraus glaube mir das zahlt sich aus. Was ist die Uhr. Präzise 7 mein lieber Homes und die Sonne scheint. So geben sie mir mein Spritzbesteck. Aber Homes sie haben doch versprochen. Verschonen sie mich mit ihren spießbürgerlichen Moralpredigten was wissen sie schon davon wie sehr ich meine 7%Lösung brauche, da auf der Ablage nun geben sie schon her. Wenn sie darauf bestehen. Ja. Fällt ihnen nichts auf Homes. Nein. Und heute nacht haben sie auch nichts gemerkt. Wissen Sie mein lieber Watts ich erfreue mich selbst auf Reisen eines passablen Schlafs, was ist geschehen. Werfen Sie einen Blick aus dem Fenster. Ah wir stehen. Sehr scharfsinnig, 7Uhr sollten wir nicht schon seit Stunden
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Im Wald, da sind die Räuber (RIAS 1982) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Festgemauert in der Erden (RIAS 1982) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
(Meine Damen und Herren. Heute meldet sich wieder "Report vor Ort" - mit Sensationen von gestern für Leute von heute. Carl Martell will mit der Sendung "Festgemauert in der Erden" einen historischen Ablauf von den Feierlichkeiten des Turmbaus zu Babel geben. Wir wünschen gute Unterhaltung!) (Anmoderation)
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Die lange Nacht des jungen Werthers (RIAS 1982) (Michael Koser: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Der Weltuntergang findet nicht statt (RIAS 1982) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Als die Römer frech geworden (RIAS 1983) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Film Noir (DLR 2000)
Keine Fotos, keine Fotos, bitte, keine Kameras, lassen Sie den Mann doch in Ruhe, und keine Fotos, hören Sie bitte auf zu fotografieren, machen Sie Platz... Als ich Malibu Beach erreichte, war der Regen noch stärker geworden, Blitze zuckten über den Nachthimmel wie der Widerschein fernen Artilleriefeuers, ich hielt, fünf Minuten vor elf, ich war pünktlich, die Straße war leer, bis auf einen einsamen Buick weiter vorn an der Biegung, unter einer windgeschüttelten Palme, und bis auf Arnolds Cadillac natürlich, er hockte vor dem Strandhaus wie eine riesige Kröte, ich hätte in guter Stimmung sein sollen, aber mein Gemüt war fast so dunkel wie der Himmel, Schatten der Vergangenheit oder eine Vorahnung an diesem verregneten Abend
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Die Alzheimergang (DLR 2002)
Ich soll die Story erzählen, das haben Garbo und Harald und Hildchen so beschlossen, ich weiß nicht wie ich das finde, klar ich gehör auch zur Alzheimergang, bloß irgendwie doch nicht so ganz richtig, weil ich bin erst 19 und Alzheimer ist noch weit hoffe ich mal, aber wenn die anderen unbedingt wollen, okay. Hören Sie sich das mal an: gerade im Bereich der Seniorenpolitik, sagte Dr. Waldhorn, muß sich sehr viel ändern, unseren älteren Mitbürgern, sagen wir es doch ganz deutlich, geht es zu gut. Was zu gut? Ja. Der spinnt, der Waldhorn. Och, vielleicht hat seine Mutter ja recht. Der Sie immer die Karten legen, Hildchen, ja, und was sagt die alte Isolde Waldhorn. Sie sagt, ihr Sohn sei ein, entschuldigen Sie den Ausdruck, ein
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Die Schule der Glücksritter (DLR 2004) (geplant als Cocktail für Zwei, Folge 9: Chicago Flip)
Pittsburgh, hier Pittsburgh. Der Pennsylvania Special rollte gerade ein, als ich den Bahnsteig betrat, ich fror ohne Hut und Mantel, der Schneeregen der Dezembernacht hatte mich durchnäßt, die Tasche war so schwer und ich wurde verfolgt, während ich am Zug entlang hastete, sah ich mich um, da kamen sie, zwei große Männer in dunklen Mänteln und klobigen Schuhen, in Panik stieg ich in den nächsten Wagen, ein Pullmansalon mit Privatabteilen und lief den Gang entlang, fängt ja gut an das neue Leben, dachte ich, plötzlich öffnete sich die Tür neben mir, eine Hand packte mich, zog mich ins Abteil. Legen Sie sich ins Bett schnell. Meine Tasche. Die verstecken wir unterm Bett, cava unter die Decke Mademoiselle wickeln sie sich
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12.07.2026, 18:43 Uhr |
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| Hörspiele von Michael Koser |
Michael Koser:
Cocktail für Zwei: Kongo King Blue (DLR 1998)
Wenn ich die frühe Karriere unseres Glücksritterduos Felix und Cora Revue passieren lasse, ihre ersten Unternehmungen in Rußland und London, das Berliner Tangoabenteuer, den Coup in Monte-Carlo, die Affäre um den Hohenzollernhort, dann frage ich mich, womit fange ich an, mit dem Anfang natürlich, sagt der chronikalisch korrekte Pedant, so gehört es sich, so muß es sein, wirklich, die zwanziger Jahre in denen unsere Geschichten spielen, waren alles mögliche, golden, schmutzig, wild, mondän, krisenhaft, glorreich, schrill, pedantisch und korrekt waren sie nie, ich glaube ich beginne mit dem Abenteuer an der Riviera, blaues Meer und Sonnenschein, Kinostars, Luxus, großes Geld und große Gauner, der ideale Einstieg in die
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Cocktail für Zwei: Tango Berlin (DLR 1998)
Als das Jahr 1920 sich dem Ende zuneigte, als die Tage kürzer und kälter, die Nächte länger und heißer wurden, schüttelte ganz Berlin sich im Shimmyfieber, ganz Berlin nein, im vornehmen Hotel Kaiserhof trotzte das Orchester dem Zeitgeist und spielte weiterhin Tango, zur Freude eines erlesenen Publikums, es war Hochsaison, Sonntag, der 10. Oktober 1920, mitten in der Nacht. Eben hab ich etwas Hochinteressantes gehört, Freund Felix. Von wem, teuerste Cora. Von dem kleinen kravonischen Botschaftsattache, mit dem ich gerade getanzt habe, der mit den breiten Schultern und den schönen schwarzen Haaren. Und dem Hohlraum darunter. Mag sein, aber die Fassade ist imposant, das müssen sie zugeben. Was haben Sie denn nun
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Cocktail für Zwei: Kaiserpunsch (DLR 1998)
An einem schönen Sommerabend im Jahr der großen Hitze, präziser am Donnerstag, dem 11. August 1921, gegen 9 Uhr, ritt ein elegantes Paar auf zwei eleganten Brauen über den einsamen Strand des eleganten Badeorts Scheveningen, es war noch sehr warm, die Dämmerung hatte soeben erst eingesetzt und die Reiter, die man in ihrem eleganten Hotel kannte als Sir Mortimer und Lady Gwendolyn Grenfellpetinkton waren auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Was vermissen Sie, Freund Felix. Das Salz in der Suppe, Spannung, Gefahr, Risiko, Abenteuer. Das exquisite Gefühl auf dem Drahtseil über dem Löwenkäfig Tango zu tanzen. Genau das, teuerste Cora, für eine geruhsame Existenz in Filzpantoffeln sind Felix und Co nicht ge
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Cocktail für Zwei: Bloody Mary (DLR 1998)
Bisher meine Damen und Herren haben Sie mit mir Felix und Cora an die CotedAzur begleitet, nach Berlin und zum Versteck des Hohenzollernhorts, jetzt wird es Zeit, zu den Ursprüngen zurückzukehren, als alles begann, es war einmal ein Krieg, ein Weltkrieg, er sollte der letzte sein und war doch nur der erste, in diesem Krieg gab es einen Offizier der Felix hieß und zum Geheimdienst seines Landes gehörte und es gab auf der Gegenseite eine Spionin namens Cora, nun geschah es, daß beide sich trafen und aus Feinden zu Freunden wurden, da sie der Ansicht waren, für einen frühen Tod seien sie viel zu schade, verließen sie die Front unter Mitnahme erheblicher Summen die nicht ihnen gehörten sondern ihren jeweiligen Generalstäben und
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Cocktail für Zwei: Eiffel sour (DLR 1999)
Das Jahr 1922 war angebrochen und die Welt drehte sich immer schneller, Landru der schwarzbärtige Frauenmörder verlor Bart und Kopf, mit großem Getöse tagte zu Genua eine internationale Konferenz, die die Weltwirtschaft sanieren sollte, ein gewisser Josef Stalin wurde Generalsekretär der kommunistischen Partei Rußlands, der französische Ministerpräsident Briand mußte zurücktreten und Monsieur Poincare übernahm seinen Posten, das alles ist bekannt, das alles steht in den Geschichtsbüchern, daß der Eifelturm, das weltberühmte Wahrzeichen der Stadt Paris gestohlen wurde, das steht nicht in den Geschichtsbüchern, am Nachmittag des 9. Mai 1922 nahm diese schier unglaubliche Geschichte ihren Anfang. Von hier aus ist
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Cocktail für Zwei: Surabaya Sling (DLR 1999)
Es war ein schöner Junitag im Jahre 1922, die Sonne strahlte als gäbe es weder Weltkriege noch Friedensverträge, die Vögel die nichts wußten von Wirtschaftskrise und Inflation sangen aus vollem Hals und durch die von keiner Erhebung beeinträchtigte Plattheit der norddeutschen Tiefebene dampfe behäbig ein Bummelzug, sofern er nicht, wie es sich des öfteren als unumgänglich erwies, in einem der zahlreichen kleinen Bahnhöfe eine Verschnaufpause einlegte. Willsum hier Willsum, beim aus- und einsteigen beeilen bitte. Was für ein Nest, teuerste Cora, so winzig, so ruhig, so ganz und gar uninteressant. Glauben sie Felix, je kleiner die Laus, desto fetter der Schmaus. Oh kravonisches Sprichwort. Ganz recht, hätten sie nicht Lust, diesem
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Cocktail für Zwei: Germanengold (DLR 1999)
Wir sind von Kopf bis Fuß auf Wagner eingestellt, denn das ist unsere Welt und sonst gar nichts. Heil dir Holde. Heil dir Held Herman. Was gibts zu schmausen. Semmeln, Wurst, Käse, Eier wie immer. Trefflich trefflich, schenk ein den Kaffee aus keramischer Kanne, schweig stille Loki du arger Wicht. Pst gleich kriegst ein Wursti. Herman der Cherusker und Thusnelda saßen am Frühstückstisch, dieser stand in der Villa Walhall und diese wiederum stand an der Poschingerstr. im vornehmen Münchner Stadtteil Bogenhausen, eigentlich hieß Herman Alois Wichtel und so sah er auch aus, trotz seiner wenig imposanten Statur, seiner auswärts gebogenen Knie, seiner spärlichen mausblonden Haare hielt er sich für die leibhaftige Wiedergeburt
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Cocktail für Zwei: Titanic Smash (DLR 1999)
Titanic, alle reden immer nur von der Titanic dabei waren es zwei zwei Schiffe. Es war vor Jahren gewesen noch während des Kriegs, in Amsterdam, Felix hielt sich incognito im neutralen Holland auf, der Grund tut nichts zur Sache, in einer finsteren Kaschemme im Hafenviertel war er mit einer gewissen wichtigen Kontaktperson verabredet, der Mann ließ auf sich warten, er kam übrigens nie, er trieb ein Messer im Rücken in einer abgelegenen Gracht, doch dies nur nebenbei, während er wartete gab Felix einem betrunkenen Seemann einen Ginebra aus, und der revanchierte sich mit einer höchst erstaunlichen Geschichte. Zwei Schiffe zwei Schwestern, fast Zwillinge, erst die Olympic, dann die Titanic, eine sah aus wie die andere, darum ist
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Michael Koser: (Sonstige Hörspiele):
Einmal Utopia - hin und zurück (RIAS 1970) (Ein Schulfunk-Hörspiel) (nach Robert Sheckley: A Ticket to Tranai)
(Ein Planet mit dem Ruf eines Steuerparadieses und Idealstaates erweist sich bei näherem Kennenlernen als Paradies mit kleinen Fehlern. Seit Gottlieb von Borg gehört hat, einem kleinen kolonisierten Planeten irgendwo in der Galaxis, glaubt er sein Utopia gefunden zu haben, denn dort soll es die absolute Freiheit des Individuums geben. Keine staatliche Aufsicht, keine Gesetzbücher, keine Juristen, keine Polizei und deshalb auch keine Verbrechen. Jeder kann tun, was er will. Freie Bahn dem Tüchtigen. Private Unternehmerinitiative und freier Kapitalfluß sind das ökonomische Prinzip. Armut gibt es nicht. Auf Borg hat jeder das Recht, an der Umverteilung des Reichtums zu seinen Gunsten mitzuwirken. Was das in der Praxis bedeutet, erfährt Gottlieb gleich nach seiner Ankunft, als er einem Straßenräuber zum Opfer fällt. Man klärt ihn auf, daß es sich um einen Steuereintreiber der Regierung gehandelt hat, eine unbürokratische und verhältnismäßig schmerzlose Methode der Finanzpolitik. Umverteilung durch Straßenraub ist ganz legal. Jeder sorgt für sich selbst, und man rät ihm, es ebenso zu machen. Der Präsident persönlich heißt ihn willkommen und vermittelt ihm einen Job in einer Fabrik, in der möglichst unzuverlässige und ungeschickte Haushaltsroboter konstruiert werden, um den Menschen das Gefühl der Überlegenheit zu geben. Man drängt Gottlieb, so schnell wie möglich zu heiraten, denn Junggesellen haben auf Borg keinen Status, und Abweichungen von der Norm sollte er sich besser nicht leisten. Als ihn seine junge, hübsche Frau jedoch aufklärt, daß es auf Borg üblich ist, die Frauen regelmäßig einzufrieren, damit sie sich im Kältegenerator jung erhalten können, sieht er die Zeit für Reformen gekommen. Bereitwillig will ihm der Präsident sein Amt abtreten, denn auf Borg kann jeder Präsident werden. Als er jedoch hört, welch makabres Ende dem Staatsoberhaupt droht, wenn die Bevölkerung bei sinkender Popularität mehrheitlich den Minusknopf drückt, beschließt er spontan, zur Erde zurückzukehren, von der man sagt, daß sie mit ihrem geregelten Staatswesen und ihrer geordneten Wirtschaft ein wahres Paradies sein soll)
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Kein Job mehr für die Roboter (RIAS 1970) (Schulfunk) (nach Brian Aldiss: But who can replace a man)
(Ein Experiment soll klären, ob Roboter bei Ausbleiben menschlicher Befehle selbst Entscheidungen treffen können. Kein Mensch muß mehr körperlich arbeiten. Alle anfallenden Tätigkeiten werden zuverlässig von Robotern erledigt, die ihre Anweisungen per Funk erhalten. Die Robotpsychologin Julia will erstmals beweisen, daß Roboter fähig sind, ihre Arbeit ohne Anleitung selbständig zu organisieren. Mit Billigung des obersten Konzils wird die Funkverbindung zu einer der landwirtschaftlichen Außenstationen unterbrochen. Eine Überwachungsfrequenz, von der die Roboter nichts wissen, erlaubt es, den Verlauf des Experiments zu verfolgen. Als die Anweisungen von der Zentrale ausbleiben, ahnt R 1, Koordinator der mit sieben Robotern besetzten Agrarstation, daß irgend etwas nicht so ist, wie es sein soll. In seiner Datenbank findet er jedoch für eine solche Situation keinen Präzedenzfall. Ein technischer Defekt scheidet aus, deshalb kann der Fehler nur bei den Menschen selbst liegen. Wären nur einige Menschen außer Betrieb, hätten andere sie längst ersetzt. Da dies nicht der Fall ist, bleibt einzig die logische Folgerung, daß alle Menschen außer Betrieb sein müssen. Wenn aber keine Menschen mehr da sind, gibt es auch niemanden, für den die Roboter arbeiten können. Also sind die Roboter jetzt frei und können tun, was Ihnen gefällt. Sie werden ihre eigenen Herren sein und bald die Welt beherrschen. R 1, der über das Gehirn mit der größten Kapazität verfügt, ernennt sich zum Führer. Die Stadt der Menschen soll zerstört und durch eine neue für Roboter ersetzt werden. Spaltbares Material ist in ihren Atomreaktoren ausreichend vorhanden. Als man in der Zentrale registriert, daß das Experiment außer Kontrolle zu geraten droht, versucht man, es im letzten Moment zu stoppen. Aber zu spät: R 1 hat seinen Empfänger abgeschaltet. Schon bewegt sich ein immer größer werdender Zug von Robotern auf die Stadt zu)
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Reservat. There are no Truths outside the Gates of Eden (RIAS/SWF 1970) (Werkstatt des Hörspiels)
Guten Abend, meine Damen und Herren, in unserer heutigen Übertragung hören Sie: Reservat, there are no truths outside the Gates of Eden. Von Michael Koser, Manfred Marchfelder und Friedrich Scholz. Es wirken mit: Klaus Krüger, Ernst Schröder, Ursula Starck, Hans-Ulrich Minke, Helga Anders, Klaus Herm, Cordula Hubrich, Christoph Quest, Klaus Wampfler, Erika Eller, Hans Boche, Klaus Jepsen, Erwin Schastok, Mike Wiegand, Barbara Tietze, Klaus Dieter Mäurich und Ulrich Pleitgen. Wir wünschen Ihnen einen guten Empfang (Applaus). At times I think there are no words but these to tell whats true and there are no truths outside the Gates of Eden. Eins zwei drei (Musik). Dieser Ort zerstört mich. Es gibt kein oben und unten mehr. Das Wort darf nicht
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(Andersdenkende und Außenseiter der Gesellschaft werden in ein Reservat abgesondert und ausgebeutet. Um sich subkultureller Bewegungen zu entledigen, die das lautlose Funktionieren der Gesellschaft stören und ideologische Unzufriedenheit verbreiten könnten, hat man unter einem gigantischen Plexiglasdom einen Freiraum geschaffen, ein künstliches Paradies der Antisozialen, von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen und durch eine komplexe Maschinerie ständig in einem Schwebezustand gehalten. Automaten versorgen die Insassen mit allem, was sie brauchen. Jeder kann leben, wie er es sich wünscht. Nichts ist verboten. Fast alle sehen glücklich aus. Die wenigsten wollen wahrhaben, daß ihr Horizont begrenzt ist, daß es eine Grenze gibt, die nicht überschritten werden kann. Möglichkeiten der innerinstitutionellen Rebellion sind bewußt vorgesehen und selbst institutionalisiert. Aber es ist sinnlos, Automaten zu zerstören, weil jeder Ansatz, ein Zeichen zu setzen, folgenlos bleibt. Die weitaus meisten haben ihre ursprünglichen Ziele längst zugunsten individueller Glücksbefriedigung aufgegeben. Anfängliche Widerstände in der Öffentlichkeit sind beseitigt, seit man erkannt hat, daß die Institution keine karitative Anstalt, kein sozialer Luxus ist, sondern sich ökonomisch selbst trägt. Weil antisoziale Haltung oft mit künstlerischer Begabung korrespondiert, kann die Gesellschaft sich der Resultate ihrer schöpferischen Arbeit bedienen, um nach Entfernung extremer Auswüchse und normalisierender Bearbeitung die streng lineare Geometrie des Plans abzurunden. Daß die Schützlinge auf diese Weise Erhebliches zur Bereicherung der Gesellschaft beitragen, die Sie ablehnen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Thema des Hörspiels in der Dialektik zwischen Innenansicht und Außendarstellung der "Institution" sind Begriffe wie Freiheit, Toleranz und Revolution, aber auch die Abkapselung des Kulturbetriebs von der realen gesellschaftlichen Entwicklung, wobei Michael Koser sein eigenes Werk selbstkritisch nicht ausnimmt). (Die Utopie handelt von einem künstlichen Paradies, geschaffen von einer zukünftigen Weltregierung für alle diejenigen, die gegen den "Plan", die vorausberechnete wirtschaftliche und politische Ordnung opponieren: Künstler, Gammler, Oppositionelle jeder Art. In dem von der Außenwelt abgeschlossenen Reservat erhalten die darin Angesiedelten mühelos alles, was sie zum Leben brauchen, haben sie völlige Freiheit, die Lebensform zu wählen, die sie wünschen - die Gesellschaft "draußen" aber hat sich dadurch auf "humane" Art von ihrer unberechenbaren Opposition und Revolution befreit. Auf der anderen Seite finden sich auch die Außenseiter der Gesellschaft im Reservat mit der "repressiven Toleranz" ab, geben echte revolutionäre Haltung auf zugunsten einer individuellen Glücksbefriedigung. - Das Hörspiel soll auffordern, über Begriffe wie Freiheit, Toleranz, Revolution nachzudenken) (Titel aus dem Song "Gates of Eden" von Bob Dylan)
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Tote singen nicht (Kriminalparodie auf Raymond Chandler) (RIAS/SWF 1971)
Das Haus war der gemeinsame Alptraum eines größenwahnsinnigen Architekten und eines Bauherrn, der zuviel Geld hatte, eine unwahrscheinliche Kreuzung aus gotischem Palazzo, maurischer Kathedrale und griechischem Eiscreme, aber ich war ja nicht hier, um den Geschmack der oberen Zehntausend zu beurteilen, Mister Waterson ließ mich warten, er konnte sich das leisten, er hatte eine Empfangshalle so groß wie das Landedeck eines Flugzeugträgers, einen fast echten englischen Butler, den er wahrscheinlich auf einer Antiquitätenmesse ersteigert hatte, und mehr Dollars als die übrige Stadt zusammen und ich war bloß ein kleiner Fisch, mein Auto war drei Jahre alt, mein Anzug war auch, und mein letzter Kontoauszug war
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John Bomb jagt Dr. Pop (Kriminalparodie auf Ian Fleming) (SWF/RIAS 1971)
(Action à la 007. Aber es ist anstrengend geworden, Null-Null zu sein. Nicht die Parties, nicht die Mädchen - die schafft man an einem Vormittag. Aber die Jagd. Früher hatte man es leichter: da hat man die eine Hälfte mit dem Sportwagen gemacht und die andere Hälfte unter Wasser, mit dem Flugzeug, das ging auch noch. Aber dann haben die Schurken Raketen eingesetzt, und jetzt ist unter Raumschiffen nichts mehr zu machen. Natürlich fängt John Bomb am Ende Dr. Pop, fragt sich bloß, wo und unter welchen Umständen)
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Was hilft gegen Vampire? (RIAS 1972)
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Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust (RIAS 1972) (Ein Werwolf-Hörspiel)
(Der Originaldatensatz von Deutschlandradio/RIAS betitelt das Hörspiel mit „Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust“. Es kann natürlich sein, daß bei der Dokumentation ein Schreibfehler unterlaufen ist oder die Bandschachtel falsch beschriftet war. Da Michael Koser gerne mit Wortspielen hantiert – die Originalvorlage ist hier wohl Goethes Faust („Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“) – kann es natürlich gut sein, daß das Zitat von Koser hier entsprechend umgewandelt wurde. Dabei machen wohl beide Versionen („einer“ bzw. „meiner“) Sinn. Ich konnte in den Beitrag hineinhören, leider wurde der Titel hier nicht genannt. Inhaltlich geht es um die Ermordung einer Prostituierten durch Jack the Ripper. Da die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive der Frau erzählt wird, macht „Zwei Messer stecken, ach, in einer Brust“ mehr Sinn. Das ist aber nur meine Interpretation) (Info ARD Hörspielarchiv)
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Der geheimnisvolle Fall der Weihnachtsgans (RIAS 1972) (nach Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes, Der blaue Karfunkel)
(Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages kam ich zu Sherlock Holmes, um ihm meine Glückwünsche zu überbringen, er lag auf dem Sofa in einem purpurnen Morgenrock, neben sich den Pfeifenständer und einen Stoß Zeitungen, vor der Couch stand ein hölzerner Stuhl, über der Lehne hing ein nicht sehr respektabel aussehender Filzhut, er war schon ziemlich ramponiert und hatte viele Beulen, Vergrößerungsglas und Pinzette, die auf dem Stuhlsitz lagen, legten die Vermutung nahe, daß Holmes bei der Arbeit war. Hoffentlich störe ich dich nicht, sagte ich. Nicht im geringsten, ich bin froh, die Sache mit dir besprechen zu können. Er deutete mit dem Daumen auf den alten Hut. Da haben wir eine ganz banale Angelegenheit)
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Ach und Krach (RIAS 1973)
(Lärm wird von der Staatsführung als notwendiges Zugeständnis an den Fortschritt propagandistisch kompensiert. Die Welt ertrinkt im Lärm. Die Schwelle des Erträglichen ist schon lange überschritten. Lärmschleusen und elektronisch gesteuerte Schallisolierungen sind nur für die Spitzen der Gesellschaft erschwinglich. Untergrundkommandos bekämpfen Lärm mit Gegenlärm. Die Mehrzahl der Bevölkerung hat resigniert. Um zu akzeptablen neuen Ideen für den Lärmschutz zu kommen, beschließt das Führungsgremium der obersten staatlichen Instanz, zwei Probanden unter dem Vorwand eines freiwilligen Berufs- und Eignungstests auf das Problem anzusetzen. Sie, 027-41-316 W, erhält von den Testmaschinen den Auftrag, das Thema in einem Rundfunkhörspiel zu erörtern, er, 142-20-444 M, soll eine Maschine oder Vorrichtung erfinden, die Lärm erträglicher macht. Vier Wochen später kann der Versuch erfolgreich abgeschlossen werden, daß dabei die Rollen vertauscht wurden und er das Hörspiel, sie die technische Verbesserung realisiert hat, scheint unerheblich. Ihre Idee war es, die allgemein gebräuchlichen, jedoch ineffektiven und sozial isolierenden Ohrenschützer mit kleinen Empfängern auszustatten, aus denen sanfte Musik oder eine freundliche Stimme kommt. Im Gremium ist man sich schnell einig, daß die Möglichkeiten dieser Lärmschutz-Kopfhörer weit über die Absichten der Erfinderin hinausreichen. Mit ihrer Hilfe wird es gelingen, die Menschen, die sich dem technischen Fortschritt so wenig anzupassen bereit sind und die zwangsläufigen Begleitumstände über Gebühr betonen, im staatlichen Sinne progressiv zu konditionieren. Entsprechende Slogans sind bereits ausgearbeitet. Per Gesetz könnte das Tragen der Kopfhörer zur Pflicht gemacht werden. Dann könnte auch das vorgelegte Anti-Lärm-Hörspiel nach angemessener Bearbeitung über die Kopfhörer laufen - trotz seiner radikalen Tendenzen. Denn wann hatte verbaler Radikalismus, zumal in künstlerischer Form, je über heilsame Abreaktion hinausgehende, radikale Wirkung?)
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Müllschlucker (SWF 1973)
(Es gibt keine Kriege mehr, die Welt ist heil, und die unliebsamen Alten werden in den Weltraum hinausgeschossen, wo sie die "gute alte Zeit" verherrlichen. "Ehre das Alter, aber nicht zu sehr, wenn du selbst alt werden willst", ist einer der Leitsätze des weisen Boseko, Cheftheoretiker der Neuen Ära, die einige Jahre nach dem Schock des 3. Weltkriegs begonnen hat. Aber der allgemeine Vorsatz, in Zukunft besser aufzupassen, wird immer wieder gefährdet durch Leute wie Opa 17, deren Wünsche rückwärts orientiert sind und die militaristisches und kapitalistisches Gedankengut verbreiten. So beschließt die Großfamilie V-97-663, es den anderen gleichzutun, die ihre kriegslüsternen Alten auf MS 1 abgeschoben haben, den Müllsatelliten, den man zu Beginn der Neuen Ära gebaut und in eine Erdumlaufbahn geschossen hat. Opa 17, der sich jetzt wieder Cäsar nennt, kommt in gute Gesellschaft. Aber er hat ganz und gar keine Lust, hier als einfacher Arbeiter bei einem der Monopolisten für Altpapier, Glas oder Schrott ganz unten anzufangen. Jeder, der einen Abfallstoff findet, auf den noch niemand ein Monopol hat, darf sich selbst zum Monopolisten ernennen. Wenn er alle Herausforderer im offenen Kampf besiegt, kann er sich in die Monopolrolle eintragen lassen, erhält Sitz und Stimme im höchsten Gremium des Müllplaneten und bestimmt fortan mit über die Verteilung der lebenswichtigen Güter, die von der Erde geschickt werden. In einem märchenhaften Aufstieg bringt es Opa Cäsar vom Monopolisten für Altmedikamente zum uneingeschränkten Herrscher über den Müllplaneten. Unter dem Motto "Durch Müll zum Sieg" fordert er von der Erde ultimativ die Abschaffung aller Errungenschaften der Neuen Ära, so daß man sich gezwungen sieht, den Satelliten mit seiner zeternden Besatzung auf eine neue, für die Erde ungefährliche Umlaufbahn abzudrängen. Die Welt ist wieder in Ordnung. Michael Kosers Satire zielt auf die ewig Gestrigen, nimmt aber auch die allzu simplen utopischen Entwürfen einer befriedeten Welt von morgen nicht aus)
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Verfahren (Ein Denk-Spiel über Autos) (RIAS 1973)
(Die Zunahme der Verkehrsdichte gipfelt in einem nicht mehr endenden Stau, der lückenlos alle Straßen des Landes ausfüllt. Aufgrund verstärkter Neuzulassungen ist nun auch auf einer der letzten Bundesstraßen der Verkehr endgültig zum Erliegen gekommen. Das Verkehrsministerium bittet durchzuhalten, seit Eintritt der derzeitigen statischen Situation vor zwei Jahren ist die Regierung unermüdlich damit beschäftigt, Maßnahmen zur Schaffung wirksamer Abhilfe zu überprüfen. Der Automobilclub unterstreicht seine Forderung nach neuen Straßen und empfiehlt, gelegentlich den Motor laufen zu lassen, damit er fahrbereit bleibt. Unter dem Wahlspruch "Mein Auto ist meine Burg" haben sich kleine, straff organisierte Gruppen gebildet, Autokameraden, die treu zu ihrem geliebten vierrädigen Freund stehen. Wer träumt nicht davon, auf menschenleeren Autobahnen frei aufs Gaspedal zu treten, in die Sitze gedrückt zu werden, die Bäume nur als undeutliche Schatten zu sehen! Pünktlich um zwölf kommt der Polizeihubschrauber zur Essen- und Postausgabe. Wehe dem, der sein Wasser zum Trinken mißbraucht! Es gilt, den Ruf der saubersten Autos auf der ganzen Autobahn zu verteidigen! Das Autoradio wirbt für Klapp-WCs und Häkelschoner fürs Lenkrad. Im beliebten Wunschkonzert schickt die Familie liebe Grüße an den Papa bei Kilometer 52. Im Raum Neuwied kommt es zu Zusammenstößen zwischen Autokameraden und einer Gruppe linker Naturfreunde, die am Begrenzungsstreifen gegen den Individualverkehr demonstrieren. Das Innenministerium empfiehlt, sich durch eine lautstarke radikale Minderheit nicht provozieren zu lassen, Regierung und Institutionen und die gutgesinnte Mehrheit der Bevölkerung stehen hinter den Autokameraden. Trotz - temporärer! - Verstopfung der Autobahnen und Bundesstraßen sind, wie der Bundesverband der Autoindustrie versichert, doch noch eine ganze Reihe von Straßen zweiter Ordnung und Feldwegen unbesetzt, was bedeutet, daß die Straßenkapazität im großen und ganzen gesehen bei weitem noch nicht erschöpft ist, und das heißt: weitermachen und noch mehr leisten zum Wohl des Ganzen)
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Yeti in Dichtung und Wahrheit (RIAS 1973)
(Hörfolge aus dem sagenhaft-phantastischen Sujets um Professor Kolimowski, der unbekannten Phänomenen nachspürt und wiederholt ungewöhnliche Begegnungen hat)
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Dies Blutbild ist bezaubernd schön (Ein Vampir-Hörspiel) (RIAS 1973)
Amsterdam, 17. Mai, 6 Uhr 15, in einer halben Stunde wird Prof. Vandenburg bei mir erscheinen, der international angesehene Experte auf dem Gebiet der okkulten Wissenschaften, er hat versprochen, mir meinen ersten Vampir vorzuführen, ich bin gespannt. Wir sind da, Vorsicht, das ist der Sarkophag, fassen Sie mit an, der Deckel ist schwer, sie haben doch das Kruzifix bei sich und den Knoblauch. Natürlich, im Sarg liegt ein älterer Mann, er wirkt entspannt, ruhig, als ob er schläft, ich habe das Gefühl, daß er mich durch die Wimpern hindurch beobachtet, seine Gesichtsfarbe ist ich würde sagen ausgesprochen gesund, die Lippen nein das ist geronnenes Blut in den Mundwinkeln, und dann zwei dunkle Linien bis zum Kinn
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Von rechts nach links: Super Tarzan Special Agent Love Story Space Captain Lonesome Gun (Ein utopisches Hörspiel) (RIAS 1974)
(Totalidentifikation als Unterhaltungsangebot eines elektronischen Massenmediums, das selbst systemkritische Ansätze zum konsumierbaren Programmbestandteil macht. Im Rahmen des allmonatlichen Inside-Programms für Outsider gewährt die Kult AG Einblicke in Produktionsweisen und demonstriert, wie mit Hilfe des Programmcomputers aus vorgegebenen Versatzstücken eine Vielzahl von Unterhaltungsprogrammen montiert werden, die nach Passieren der elektronischen Zensur mit Werbespots angereichert und im Stimu-Sender gespeichert werden, von wo aus sie zu Hause am Identi-Stimulationsset mit Hilfe des Programmwählers jederzeit abgerufen und durch Stimulierung entsprechender Gehirnzentren als induktive Halluzination erlebt werden können. Die Programminhalte freilich sind die gleichen wie in der Vor-Kult-Zeit: starke Männer, die für Recht und Gesetz kämpfen, Abenteuerfrische, der Duft der großen weiten Welt, Geschichten, die das Leben schrieb, unermeßliche Gefahren in Raum und Zeit. Doch in den Reihen der Programmierer wird Unzufriedenheit laut. Sie wollen andere Sendungen machen, das übersättigte Publikum aktivieren, ihn die dauernde Fremdbestimmung bewußt machen. Mitten ins laufende Programm hinein fordern sie dazu auf, den Gehorsam zu verweigern, Widerstand zu leisten, eigene Entscheidungen zu treffen. Aber Kult AG weiß auch die Äußerungen der Rebellion für ihre Zwecke nutzbar zu machen. Die Teilnehmer können identifiziert bleiben. Alles ist unter Kontrolle. Denn was da live miterlebt wurde, ist nicht der Versuch eines kulturrevolutionären Umsturzes, sondern ein gut arrangiertes Spezialprogramm für progressive Minderheiten aus der kombinierten Serie: The Great Red Hope - Kulturrevolution. Michael Koser demonstriert, inwieweit Kritik, als Spiel konsumierbar gemacht, nicht mehr geäußert zu werden braucht, Protest und Widerstand aus zweiter Hand den Einzelnen von seiner Verpflichtung zum Engagement entbinden, statt sie ihm bewußt zu machen, wobei der Autor seine eigene Arbeit selbstkritisch in die gleiche Perspektive rückt.) (Der Autor entwirft keine unverbindlichen utopischen Zukunftswelten, sondern bezieht sich konkret auf gegenwärtige Mißstände unserer Welt. Hier nimmt er satirisch den Zustand heutiger Massenkommunikationsmittel und ihr Angebot an Unterhaltungssendungen aufs Korn. "Kult AG", computergesteuert, Massenmedium der Zukunft, beliefert ein gelangweilt-williges Publikum noch immer mit den bekannten Geschichten: Tarzan, Special- Agent, Lonesome Gun, Weltraum-Krimis etc. Ein paar Mitarbeiter der "Kult AG" tun sich jedoch zusammen, um wider den Stachel zu löcken, wollen ihr Publikum zum Widerstand aktivieren. Doch die Äußerungen der Rebellion weiß "Kult AG" für ihre, für unsere Zwecke nutzbar zu machen)
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Heil im Siegerkranz - Satire auf den Geist der Gründer (RIAS 1975)
(Sprecher, Rolle/Funktion: Inge Wolffberg: Winnetou, Wilhelmine Buchholz, Gert Haucke: Old Shatterhand, May Karl, Kara Ben Nemsi alias Karl Friedrich May, Hubertus Bengsch: Comanchenhäuptling, Onkel Fritz, Professor, Helmut Krauss: Red Batman, Arbeiter, Hadschi Halef Omar, Peter Schiff: Tramp, Zarathustra, Diener, Dr. Stinde, Barde)
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Jahrmarkt der Vergangenheit. Heute wars - Satire auf das Gestern von morgen (RIAS 1975)
(Das Hörspiel „Heute war’s – Satire auf das Gestern von morgen“ aus dem Jahr 1975 erschafft eine Welt im Jahr 2020: Es gibt nur noch einen Staat auf der Welt, die Menschen leben in großen Superstädten unter Plexiglas. Und sonst? Alles ist möglich, auch, daß Gegenwart und Zukunft so aussehen wie in diesem Hörspiel – so zumindest das Resümee des Autors Michael Koser)
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Ping-Pong zur Ming-Zeit (Erotische Erzählung aus dem alten China) (RIAS 1977)
Kennen Sie Kung Fu, kennen Sie Mao Tse Tung, aber kennen Sie auch Ming Ping Pong? Ming Ping Pong ist kurz gesagt nichts anderes als eine Abkürzung bzw. Kurzfassung des Titels dieser unserer Sendung, welcher in voller Länge lautet wie folgt: Ping-Pong zur Ming-Zeit, erotische Erzählungen aus dem alten China. Das Manuskript schrieb Michael Koser. Aber was, werden Sie nun fragen ist Ping Pong zur Mingzeit, eigentlich um ganz ehrlich zu sein, nur der etwas reißerische Titel für eine Sendung über einen wichtigen Abschnitt der chinesischen Literaturgeschichte, mit Körperkultur oder gar Leistungssport hat unser Thema höchstens im übertragenen Sinne zu tun... steht und fällt mit dem Text, dem Wort. Fönis war
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Loch Ness (RIAS 1977)
(Yeti, Loch Ness und UFOs sind Hörfolgen aus dem sagenhaft-phantastischen Sujets um Professor Kolimowski, der unbekannten Phänomenen nachspürt und wiederholt ungewöhnliche Begegnungen hat)
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Ufos (RIAS 1978)
(Ein Kontakt mit Außerirdischen enthüllt das Mysterium des Ursprungs der menschlichen Rasse. Professor Kolimowski, prominenter Anthropologe, Zoologe und Physiker, Entdecker des sagenhaften Yeti und Konstrukteur einer leider noch nicht voll funktionsfähigen Zeitmaschine, wird seit einem Jahr vermißt. Alles deutet darauf hin, daß er bei einem Tauchversuch auf der Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness Opfer seines Forschungsdrangs geworden ist. Doch dann gibt es ein überraschendes Lebenszeichen in Form dreier von ihm persönlich besprochener Tonbandkassetten, die nach Aussage eines ostfriesischen Bauern von einer fliegenden Untertasse über seiner Wiese abgeworfen worden sein sollen. Die allem Anschein nach authentischen Tondokumente enthalten die unglaublichen Schilderungen des Wissenschaftlers, der von einem unbekannten Flugobjekt entführt wird. Mit einem ad hoc aus Teilen seines Fotoapparats konstruierten Universal-Translators gelingt es ihm, mit den Außerirdischen in Kommunikation zu treten. Sie kommen von der Vega und bringen ihn geradewegs in das geheime galaktische Hauptquartier am Grund des Bermuda-Dreiecks. Hier, in der Tiefe des Ozeans, steht er einem der weisen UFO-Lenker aus galaktischen Fernen gegenüber und erhält Aufschlüsse über Vergangenheit und Zukunft der Menschheit. Vor zwei Millionen Jahren hatten böse Reptilien vom Aldebaran auf der Erde den Keim für die menschliche Rasse gelegt, um dereinst über willige Söldner in ihrem Geiste zu verfügen. Das Imperium von Aldebaran existiert nicht mehr, aber seither behalten die Veganer den von jenen geschaffenen Vorposten im Auge. Werden die Menschen hoffnungslos dem Bösen verfallen oder sind sie noch für das Gute zu retten? Sollen sie eine letzte Chance erhalten oder exterminiert werden? Eines ist sicher: in einer zweiten Sintflut wird es keinen Noah mehr geben)
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Das Geheimnis von Craven-Hall (RIAS 1978) (nach Catherine L. Pirkis: The Murder at Troytes Hill)
Versetzen Sie sich nun im Geiste zurück, um ein gutes dreiviertel Jahrhundert, in die Zeit der Gasbeleuchtung und der Pferdedroschken und folgen sie mir in das Gerichtsgebäude einer kleinen englischen Stadt, wo gerade eine Totenschau abgehalten wird, ein Mord hat stattgefunden. Und dann sahen Sie die Leiche. Jawohl euer Ehren, ich erblickte den dahingeschiedenen in seinem Blute liegen, inmitten dieser chaotischen Umgebung, es war abscheulich, wenn ich mir diesen starken Ausdruck gestatten darf. So, und was taten Sie dann? Ich sagte oh! Oh? Jawohl euer Ehren, oh, ich erinnere mich genau. Und dann? Äh, dann dachte ich nach. In der Tat, und? Ich äh ich dachte also nach, etwa 2 Minuten, würde ich sagen, dann
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Die Iden des März (RIAS 1981) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Die Wikinger in Vinland (RIAS 1981) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Schmetterling mit Hakenkreuzen (BR 1981) (nach Philip K. Dick: The man in the high castle)
Tschuang Tse träumt, er sei ein Schmetterling, er fliegt dahin, flattert mit den Flügeln und freut sich, plötzlich wacht er auf und erkennt, er sei Tschuang Tse, ist er nun Tschuang Tse, der träumte, er sei ein Schmetterling, oder ist er ein Schmetterling, der träumt er sei Tschuang Tse, ahaha, wer kann das sagen, ich bin Melville Abendsen, geboren 1918, als der erste Weltkrieg zu Ende ging, im zweiten Soldat, Guadalcanal, Midway, Guam, bei Iwojima verwundet, Besatzer auf Okinawa bis 1946, ich bin Schriftsteller, ich schreibe Science Fiction, ich äh habe eine Idee im Kopf, eine Geschichte, die nicht in der Zukunft spielt, die gegenwärtig ist, zeitgenössisch und doch nicht von dieser unserer Zeit, ich will gewissermaßen
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Zwei Leichen im Orient-Express (Ein Fall für Prof. van Dusen, nicht gesendet, profvandusen.com)
Guten Morgen, Professor, wachet auf, wachet auf, es krähte der Hahn, Morgenstunde hat bekanntlich Gold im Munde. Wie spät? Sieben Uhr durch, Professor, und die Sonne scheint. So, geben Sie mir mein Notizbuch. Sagten Sie Notizbuch? Ja doch, gestern abend, kurz vor dem Einschlafen, hatte ich einen höchst interessanten Gedanken im Zusammenhang mit meiner atomaren Strukturtheorie, von der Sie ohnehin nichts verstehen, da, auf der Ablage, etwas schneller, wenn ich bitten darf. Bitte sehr, Professor. Fällt Ihnen nichts auf, Professor? Nein. Und heute nacht haben Sie auch nichts gemerkt? Wie Sie wissen, mein lieber Hatch, erfreue ich mich eines gesegneten Schlafes, auch auf Reisen, was ist geschehen? Sehen Sie
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Das schaudererregende Abenteuer im Orient-Express (WDR 1982)
Guten Morgen Homes, früh im Bett und früh heraus glaube mir das zahlt sich aus. Was ist die Uhr. Präzise 7 mein lieber Homes und die Sonne scheint. So geben sie mir mein Spritzbesteck. Aber Homes sie haben doch versprochen. Verschonen sie mich mit ihren spießbürgerlichen Moralpredigten was wissen sie schon davon wie sehr ich meine 7%Lösung brauche, da auf der Ablage nun geben sie schon her. Wenn sie darauf bestehen. Ja. Fällt ihnen nichts auf Homes. Nein. Und heute nacht haben sie auch nichts gemerkt. Wissen Sie mein lieber Watts ich erfreue mich selbst auf Reisen eines passablen Schlafs, was ist geschehen. Werfen Sie einen Blick aus dem Fenster. Ah wir stehen. Sehr scharfsinnig, 7Uhr sollten wir nicht schon seit Stunden
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Im Wald, da sind die Räuber (RIAS 1982) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Festgemauert in der Erden (RIAS 1982) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
(Meine Damen und Herren. Heute meldet sich wieder "Report vor Ort" - mit Sensationen von gestern für Leute von heute. Carl Martell will mit der Sendung "Festgemauert in der Erden" einen historischen Ablauf von den Feierlichkeiten des Turmbaus zu Babel geben. Wir wünschen gute Unterhaltung!) (Anmoderation)
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Die lange Nacht des jungen Werthers (RIAS 1982) (Michael Koser: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Der Weltuntergang findet nicht statt (RIAS 1982) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Als die Römer frech geworden (RIAS 1983) (Carl Martell: Report vor Ort - Sensationen von gestern für Leute von heute)
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Film Noir (DLR 2000)
Keine Fotos, keine Fotos, bitte, keine Kameras, lassen Sie den Mann doch in Ruhe, und keine Fotos, hören Sie bitte auf zu fotografieren, machen Sie Platz... Als ich Malibu Beach erreichte, war der Regen noch stärker geworden, Blitze zuckten über den Nachthimmel wie der Widerschein fernen Artilleriefeuers, ich hielt, fünf Minuten vor elf, ich war pünktlich, die Straße war leer, bis auf einen einsamen Buick weiter vorn an der Biegung, unter einer windgeschüttelten Palme, und bis auf Arnolds Cadillac natürlich, er hockte vor dem Strandhaus wie eine riesige Kröte, ich hätte in guter Stimmung sein sollen, aber mein Gemüt war fast so dunkel wie der Himmel, Schatten der Vergangenheit oder eine Vorahnung an diesem verregneten Abend
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Die Alzheimergang (DLR 2002)
Ich soll die Story erzählen, das haben Garbo und Harald und Hildchen so beschlossen, ich weiß nicht wie ich das finde, klar ich gehör auch zur Alzheimergang, bloß irgendwie doch nicht so ganz richtig, weil ich bin erst 19 und Alzheimer ist noch weit hoffe ich mal, aber wenn die anderen unbedingt wollen, okay. Hören Sie sich das mal an: gerade im Bereich der Seniorenpolitik, sagte Dr. Waldhorn, muß sich sehr viel ändern, unseren älteren Mitbürgern, sagen wir es doch ganz deutlich, geht es zu gut. Was zu gut? Ja. Der spinnt, der Waldhorn. Och, vielleicht hat seine Mutter ja recht. Der Sie immer die Karten legen, Hildchen, ja, und was sagt die alte Isolde Waldhorn. Sie sagt, ihr Sohn sei ein, entschuldigen Sie den Ausdruck, ein
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Die Schule der Glücksritter (DLR 2004) (geplant als Cocktail für Zwei, Folge 9: Chicago Flip)
Pittsburgh, hier Pittsburgh. Der Pennsylvania Special rollte gerade ein, als ich den Bahnsteig betrat, ich fror ohne Hut und Mantel, der Schneeregen der Dezembernacht hatte mich durchnäßt, die Tasche war so schwer und ich wurde verfolgt, während ich am Zug entlang hastete, sah ich mich um, da kamen sie, zwei große Männer in dunklen Mänteln und klobigen Schuhen, in Panik stieg ich in den nächsten Wagen, ein Pullmansalon mit Privatabteilen und lief den Gang entlang, fängt ja gut an das neue Leben, dachte ich, plötzlich öffnete sich die Tür neben mir, eine Hand packte mich, zog mich ins Abteil. Legen Sie sich ins Bett schnell. Meine Tasche. Die verstecken wir unterm Bett, cava unter die Decke Mademoiselle wickeln sie sich
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12.07.2026, 18:43 Uhr |
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